Fußball: Westfalenliga
Aufstieg! Preußen II nach Remis im Derby gegen Hiltrup am Ziel der Träume

Münster -

Obwohl es für Preußen Münster II lediglich zu einem 1:1 im Derby gegen den TuS Hiltrup reichte, durfte anschließend die große Sause starten. Denn Verfolger Neuenkirchen verlor – und so steht fest, dass der Verein mit seiner Reserve erstmals in die Oberliga aufsteigt.

Sonntag, 12.05.2019, 19:24 Uhr aktualisiert: 13.05.2019, 12:22 Uhr
Abkühlung für den Erfolgstrainer: Sören Weinfurtner muss sich nach geglücktem Aufstieg einer Eisdusche unterziehen. Foto: Peter Leßmann

Das siebte Jahr endet nicht verflixt, sondern mit einem Triumph: Mit dem 1:1 (0:1) im Derby gegen den TuS Hiltrup setzte sich Trainer Sören Weinfurtner mit dem SC Preußen Münster II uneinholbar an die Tabellenspitze. Erstmals wird der Adlerclub nach diesem Titelgewinn seine Zweite ins Oberliga-Rennen schicken und sich ganz neuen Gegnern und großen Herausforderungen stellen.

Rund 400 Zuschauer warteten im Stadion nach Abpfiff ebenso wie die Kicker minutenlang gespannt auf das mitentscheidende Resultat. Neuenkirchen patzte als Zweiter tatsächlich daheim mit 1:2 gegen Spexard und liegt zwei Runden vor Schluss sieben Zähler zurück. In frischen weißen Meister-Shirts gekleidet tanzten die Preußen auf dem Rasen und schickten Jannik Borgmann nach vorne, der vor den Fans die „Humba“ anstimmen musste. Der Rahmen passte ohnehin – im ungewohnten Rund sorgte Stadionsprecher „Kerni“ für Stimmung, U-14-Spieler des Clubs sprangen als Balljungen ein.

Der 21-jährige Profi Borgmann, lange schon drittliga-erfahren, erledigte den Job als Vorsänger ebenso souverän wie zuvor seinen Part in der Abwehr. „Jannik war überragend. Er hat immer Bock, uns zu helfen“, sagte Weinfurtner. Der beste Preuße zeigte defensiv Stärke und schob oft klug an. Und markierte mit dem 65. Saisontor des Meisters den späten Ausgleich (79.). Dieser 16-Meter-Treffer aus dem Gewühl heraus belohnte das Anrennen der vielfach zu nervösen Elf, die nach dem TuS-Treffer durch Janik Bohnen (20.) auf einen Gegner traf, der in seinem Element war und zweikampfstark den Gastgebern das Leben schwer machte. „Wir haben das 2:0 vergeben und dann so einen Treffer kassiert“, haderte TuS-Coach Carsten Winkler mit der Möglichkeit von Manuel Beyer, der bedient von Kai Kleine-Wilke per Volleyabnahme an Keeper Marko Dedovic scheiterte (23.). Der und Jan Klauke ermöglichten zuvor mit einem Absprachefehler den Ballgewinn durch Bohnen und dessen Treffer aus spitzem Winkel.

Drei Fragen an Sören Weinfurtner

Erst mit Eiswasser und dann mit Bier geduscht wurde SCP-Trainer Sören Weinfurtner, der seit 2013 im Amt ist und bald einen Oberligisten anführt.Sie haben viele gute Teams trainiert, aber erst dieses steigt auf. Was zeichnet den Kader aus?Weinfurtner: Eine besondere Tiefe im Kader, die für einen durchgehend hohen Level sorgte. Alle Spieler waren extrem motiviert und leistungsbereit.Können Sie den größeren Rahmen hier genießen?Weinfurtner: Absolut, das ist eine Supersache. Etliche im Club haben daran mitgewirkt, dass wir im Stadion an diesem Tag solche Möglichkeiten hatten. Und dass so viele Fans gekommen sind, hat sich die Elf auch wirklich verdient.Viele Weichen sind gestellt für die Oberliga – was muss jetzt noch getan werden?Weinfurtner: Es gibt Ideen, der Verein steht voll dahinter. Zwei oder drei Externe sollen noch in den Kader. Wir bleiben unserer Maxime, der Ausbildung, ganz sicher treu.

...

Mit dem Tor endete zunächst die Spielfreude der Preußen, die kaum zum Abschluss kamen, aber nach dem Wechsel weiter Druck ausübten. Beyer durfte nach langen Bällen noch Abschlüsse zeigen, aber der hohe Aufwand kostete den TuS nun Körner. Julius Hölscher kam per Kopf zu Szenen für die Adler. Die ließen auch Freistöße liegen. Weinfurtner wechselte drei frische Offensivkräfte ein und erhöhte damit den Betrieb. Bisweilen war es umständlich auf engem Raum – ehe es Borgmann zu bunt wurde ... SCP: Dedovic – Mause, Woitaschek, Klauke, Borgmann, Tezel – Burchardt, Klann – Kerellaj (66. Wald) – Özmen (77. Wegmann), Hölscher (87. Touray) TuS: D. Wiethölter – Kleine-Wilke (66. Mersmann), Bothen, Lambert, Finkelmann – Maddente, Gockel, J. Wiethölter, Fromme (66. Lauretta) – Bohnen (78. Hübener), Beyer

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6607525?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F62183%2F
Segelflugzeug verunglückt bei Notlandung in den Borkenbergen
Beide Insassen ins Krankenhaus eingeliefert: Segelflugzeug verunglückt bei Notlandung in den Borkenbergen
Nachrichten-Ticker