Fußball: 3. Liga
Preußen sind gegen Großaspach frei vom ganz großen Druck

Münster -

Auf der Zielgerade der Saison könnte Preußen Münster zu einem Zünglein an der Waage im Aufstiegsrennen und Abstiegskampf werden. Natürlich haben die Adler auch selbst noch Ambitionen – die erste lautet: am Samstag die SG Sonnenhof Großaspach schlagen.

Freitag, 19.04.2019, 12:00 Uhr aktualisiert: 20.04.2019, 12:07 Uhr
Sandrino Braun (l.) ist in der zweiten Saisonhälfte aus der Preußen-Elf nicht wegzudenken. Foto: Jürgen Peperhowe

Das 300. Drittliga-Spiel des Clubs kann Preußen Münster am Samstag (14 Uhr) gegen die SG Sonnenhof Großaspach vergleichsweise gelassen angehen. Durch das überzeugende 1:0 beim TSV 1860 München haben sich die Adler der meisten Sorgen entledigt. Trainer Marco Antwerpen will aber auch im Nachhinein nichts von einer Gefahrenlage wissen: „Ich kann so nicht denken. Es macht keinen Sinn zu rechnen und immer nach unten zu schauen. Wir sind stolz, jetzt gerade Siebter zu sein.“

Viele Spieler und vor allem Sportdirektor Malte Metzelder richteten den Blick in den vergangenen Wochen sicherheitshalber nach unten, doch diese Herangehensweise passte dem 47-Jährigen schon in der Frühphase der Saison nicht. „Wenn da im Verein nur der Klassenerhalt als Ziel ausgerufen wird, kann ich es nicht nachvollziehen.“ Stattdessen verweist Antwerpen auf die Erfolge, die er mit Co-Trainer Kurtulus Öztürk angeschoben hat. „Wir haben eine ganz andere Philosophie, einen ganz anderen Stil mit hohem Pressing und variablen Systemen reingebracht.“

In diesem Punkt hat der Coach zweifellos recht. Auch die jüngste Umstellung hat gefruchtet. Seit zwei Partien spielt Münster mit einer Mittelfeldraute. „Mit der veränderten Grundordnung sind wir wieder besser drin im Spiel.“ Davon zeugten 58 Prozent gewonnene Zweikämpfe und 51 Prozent Ballbesitz bei den Löwen. „Es war ein blitzsauberes Auswärtsspiel“, so Antwerpen.

Gegen Großaspach möchte er möglichst genau hier ansetzen. „Das ist ein Gegner, der sehr wenig Tore kassiert hat. Wir werden schon hohes Tempo gehen müssen.“ Wechsel – Dominik Lanius (Muskelfaserriss) und Danilo Wiebe (Schlag auf die Wade) fehlen – sind eher unwahrscheinlich. Die letzten Leistungen gegen Meppen und in München stimmten. Und die Spieler, die zum Ende einer Saison etwas Gas rausnehmen, „haben wir identifiziert“, sagt der Trainer. „Aber wir haben hier auch genug Jungs, die noch einen Vertrag bei Preußen haben. Und die wollen mit einem guten Gefühl in die Pause gehen“, sagt Antwerpen, der sich über dieses Thema jüngst noch mit seiner Nummer eins Max Schulze Niehues unterhielt.

Natürlich hat der SCP auch eine gewisse Verantwortung gegenüber anderen Mannschaften. Schließlich kommen fast ausschließlich noch Gegner, die um den Aufstieg oder gegen den Abstieg kämpfen. „Wir wollen natürlich vor allem für uns selber gewinnen“, sagt Antwerpen. „Wenn der Druck weg ist, spielt es sich meist ein wenig leichter.“ Der Zwang, dieses Heimspiel gegen die SGS gewinnen zu müssen, ist seit dem Triumph bei den „Sechzgern“ weg. Auch wenn die Situation nicht für jeden wirklich ernst war – eine gewisse Erleichterung ist nicht zu verhehlen. SCP: Schulze Niehues – Menig, Kittner, Scherder, Heidemann – Braun – Kobylanski, Rodrigues Pires – Klingenburg – Dadashov, Akono

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