Fußball-Kreis Münster
Norbert Reisener hört als Kreisvorsitzender auf: Abschied vom großen Routinier

Münster -

Großer Bahnhof für den scheidenden Vorsitzenden: Nach 18 Jahren gab Norbert Reisener das Amt als Vorsitzender des Fußballkreises Münster im FLVW ab. Der 72-jährige Hiltruper führte den Kreis durch mitunter schwierige Zeiten in einer bemerkenswert souveränen und professionellen Art. Dank und Anerkennung von höchster Stelle blieben ihm beim Kreistag folglich nicht verwehrt. Reiseners bisheriger Stellvertreter, Norbert Krevert, wurde beim Kreistag einstimmig als sein Nachfolger gewählt.

Freitag, 15.03.2019, 14:20 Uhr aktualisiert: 15.03.2019, 16:44 Uhr
Im Kreisvorstand für die nächsten drei Jahre verantwortlich sind (v. l.) Norbert Krevert, Horst Hagemann, Helmut Thihatmar, Irmhild Venschott, Philipp Hagemann und Jörg Riethues. Der scheidende Kreisvorsitzende Norbert Reisener gab den Stab weiter an seinen Nachfolger Krevert (kleines Foto). Foto: Thomas Austermann

Der reguläre Kreistag der Fußballer und Leichtathleten mutierte zu einem wahrlich außerordentlichen. Denn er setzte angemessen feierlich eine Zäsur. Ehrungen, Dankesworte und Verabschiedungen durften mehr Zeit in Anspruch nehmen als die bloße Abwicklung der 20 Tagesordnungspunkte.

Der Abend im VIP-Bereich des Preußenstadions sollte sein Abend werden. Der seit 2005 verantwortliche Norbert Reisener , der weithin geschätzte große Routinier aus Hiltrup, kandidierte nicht mehr. Ihm zu Ehren kamen so viele Ehrengäste wie kaum einmal zuvor: Gundolf Walaschewski, Präsident des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen, Marianne Finke-Holtz, FLVW-Vizepräsidentin Breitensport und Verbandsentwicklung, Bürgermeisterin Karin Reismann, Preußenchef Christoph Strässer, Stadtsportbund-Vorsitzender Michael Schmitz und Willy Westphal, Vorsitzender des Kreises Ahaus/Coesfeld, mischten sich unter die 105 Stimmberechtigten aus den 119 Vereinen des Kreises 24. Die Gäste würdigten der Reihe nach das Wirken von Reisener, dem „lieben Norbert“, der erstmals seine Gattin Agnes zu derlei Veranstaltung mitgenommen hatte. „Beinahe lebenslang im Ehrenamt zu bleiben“, sagte Walaschewski mit großer Anerkennung für die Leistung des 72-Jährigen, „das wird künftig wohl die Ausnahme bleiben.“ Die Zeiten, sie ändern sich unweigerlich.

Der von Reisener aufgebaute bisherige Stellvertreter Norbert Krevert bekam alle Stimmen bei der Wahl zum Kreisvorsitzenden für die neue dreijährige Amtsperiode. Der 48 Jahre alte stellvertretende Betriebsratsvorsitzende der Westfalen AG drückte Dank und Hochachtung aus in seinem Blick auf die Reisener-Ära. „Es ist mir eine Ehre, dich in meiner ersten Amtshandlung zum Ehrenvorsitzenden ernennen zu dürfen“, schritt Krevert gleich zur Tat. Reisener empfand die Arbeit im Gremium als „loyal, kollegial, kooperativ und stets kameradschaftlich, freundschaftlich und respektvoll.“ Er nahm neben dem Titel jede Menge mit – Blumen, Urkunde, einen großen Bilder-Reigen, ein Schiri-Trikot. „Die Zukunft müssen jetzt Jüngere gestalten“, sagte er gerührt. Kreverts Mannschaft erhält wie gewünscht ein anderes Gesicht. Während Helmut Thihatmar (Vorsitzender des Fußball-Ausschusses), Horst Hagemann (Kassierer) und Philipp Hagemann (Schiri-Obmann) bleiben, löst Irmhild Venschott von Borussia Münster (Vereins- und Kreisentwicklung) als einzige Frau im Vorstand Heinz Waßmann im Amt ab. Jörg Riethues von der LG Brillux (Leichtathletik-Ausschuss) ersetzt Thomas Brack. Reiner Hartdorf (SC Füchtorf) folgt Manfred Mönig im Vorsitz des Kreissportgerichts. Unglaubliche 44 Jahre füllte der Telgter Rechtsanwalt und Notar a. D. Mönig dieses Ehrenamt souverän aus. Den Jugendausschuss führt wie berichtet künftig Bernhard Niewöhner (Preußen Münster) für Klaus-Peter Ottlik.

Am 4. April tagt der Kreisvorstand um den Vorsitzenden Krevert erstmals und wird dann einen Stellvertreter küren.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6472568?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F62183%2F
Aktivisten fordern zivilen Ungehorsam
Die „Fridays for Future“-Proteste – hier im Mai 2019 – sind auch in Münster längst zu einem Massenphänomen geworden. Nun gründet sich eine weitere Klimaschutz-Bewegung: „Extinction-Rebellion“.
Nachrichten-Ticker