Volleyball: Bundesliga
Nationalspielerin Schölzel wechselt auf Leihbasis bis zum Saisonende zum USC

Münster -

Transfer auf Zeit: Nationalspielerin Marie Schölzel trägt ab sofort und bis zum Saisonende das Trikot des USC Münster. Meister Schwerin leiht die Mittelblockerin an die Unabhängigen aus. Die 21-Jährige sucht nach einem Bänderriss Anschluss.

Donnerstag, 31.01.2019, 15:10 Uhr aktualisiert: 31.01.2019, 17:14 Uhr
Marie Schölzel, hier im Schweriner Trikot, spielt bis zum Saisonende für den USC Münster. Foto: Jürgen Peperhowe

Der USC Münster hat auf seinen personellen Engpass reagiert und unmittelbar vor Transferschluss Marie Schölzel vom Meister und Bundesliga-Konkurrenten Schweriner SC ins Boot geholt. Die 21-Jährige wird bis zum Saisonende ausgeliehen und soll im ausgedünnten Mittelblock Juliane Langgemach und Kazmiere Brown entlasten. Schölzel kommt aus einer längeren Zwangspause. Im September, elf Tage vor Beginn der Weltmeisterschaft, war die Nationalspielerin (30 Einsätze) im Auswahltraining umgeknickt und hatte sich einen Bänderriss im Sprunggelenk zugezogen. Sie kam in dieser Saison beim SSC noch nicht zum Einsatz. Beim Gastspiel Schwerins in Münster vor fünf Tagen stand sie erstmals wieder im Kader.

Die „Neue“ auf Zeit ist gebürtige Berlinerin, im Alter von acht Jahren schloss sie sich der SG Rotation Prenzlauer Berg an. Mit der Talentschmiede gewann sie dreimal die deutsche Altersklassen-Meisterschaft. Über den VC Olympia Berlin fand die 1,90 Meter große Spielerin 2015 den Weg zum Schweriner SC. 2017 und 2018 errang sie mit dem SSC den Meistertitel.

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Nun das Intermezzo in Münster. Angestoßen hat es Felix Koslowski. Der Bundestrainer und Schweriner Coach in Personalunion setzt darauf, dass Schölzel beim USC alsbald die nötige Spielpraxis erhält, um wieder in Form zu kommen. Schwerin kann und will diese Anschubhilfe angesichts großer Qualität im Mittelblock offenbar nicht geben. Über den Gesundheitszustand der Rekonvaleszentin sagte Koslowski dem USC: „Marie hat zuletzt gute Fortschritte gemacht und ist schon wieder gut belastbar.

Münsters Trainer Teun ­Buijs hat das Angebot des Liga-Konkurrenten gern angenommen. „Das ist ein echter Glücksfall für uns“, sagt er. „Jule und Kaz sind am Limit oder sogar schon darüber hinaus. Sie haben in den vergangenen Wochen die größte Last getragen.“ Mit Unterstützung von Schölzel sollen Langgemach und Brown nun die erforderlichen Pausen bekommen. Als weitere Mittelblockerin bleibt die erst 16-jährige Katharina Haferkamp an Bord. Zudem steht das Comeback der Langzeitverletzen Juliet Lohuis wohl bevor.

Schölzel traf am Donnerstag in Münster ein. Sie ist sofort spielberechtigt und soll bereits am Samstag im Heimspiel gegen den VC Olympia (14.30 Uhr, Berg Fidel) zum Aufgebot gehören. „Ich freue mich sehr auf die kommenden Wochen“, sagte die Spielerin. „Ich hoffe, ich kann der Mannschaft helfen. Ein Vorteil ist sicher, dass ich Mareike Hindriksen schon aus der Nationalmannschaft kenne. Die Abstimmung zwischen Mittelblock und Zuspiel ist ja sehr wichtig.“

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