Basketball: 2. Liga Pro B
WWU Baskets bremsen auch Lok Bernau aus

Münster -

Allmählich werden die WWU Baskets Münster fast zu einem Spitzenteam in der 2. Liga Pro B. Nein, offiziell ist es längst nicht so weit, aber die Zahlen würden diesen Schluss schon zulassen. Gegen Lok Bernau, im Hinspiel noch klarer Sieger, gelang ein 85:81-Erfolg – der sechste am Stück.

Sonntag, 16.12.2018, 13:16 Uhr aktualisiert: 16.12.2018, 19:34 Uhr
Münsters Jojo Cooper (l.) lässt sich vom Bernauer Hassan Quadir nicht stoppen. Foto: fotoideen.com

Von diesem D-Zug ließen sich die WWU Baskets in der 2. Liga Pro B kein zweites Mal überfahren, sondern setzten vor 1378 Zuschauern in Berg Fidel das Stoppsignal für Lok Bernau . Das 85:81 (39:42) im extrem fordernden Spiel schreibt den sechsten Sieg in Folge in die Erfolgsgeschichte, deren überragende Ausbeute von 16 Punkten erzählt.

Sechs von sieben Heimspielen hat der Aufsteiger gewonnen, der immer mehr zur „teameigenen Identität“ ( Andrej König ) findet und besonders defensiv zum Kollektiv wächst, das nicht groß hadert in schwächeren Phasen, sondern den Kopf hoch und das Herz in beide Hände nimmt. Bernaus Coach René Schilling war fast sprachlos („Das muss ich erst mal verdauen“), nachdem seine überaus talentierte Truppe das Hinspiel noch mit 16 Punkten gewonnen hatte. Nach Münster kam die Lokomotive mit einem nur achtköpfigen Zugpersonal angerauscht – und ein paar Spieler bauten kämpferisch wie technisch spürbar ab während der wilden Fahrt.

Das Tempo mussten die Baskets erst annehmen: Die bisweilen mit einer Ganzfeldpresse ungemein aggressiv auftretenden Brandenburger störten sich an der zunächst praktizierten Manndeckung der Münsteraner nicht wirklich, auch wenn sie das erste Viertel 17:21 verloren. Dank der auch betont vorgetragenen Coolness des 32 Jahre alten Ex-Erstligaspielers Robert Kulawick und der feinen Regieführung durch den 20-jährigen Bennet Hundt riss Bernau die Partie zur Pausenführung an sich und ließ die bisweilen noch zu passiven Baskets nicht wirklich in den Rhythmus kommen.

„Wir haben uns auf eine höhere Intensität eingeschworen und auch bewiesen, dass wir uns nicht mehr den Schneid abkaufen lassen“, so Trainer Philipp Kappenstein. „Wir machen Fortschritte, das sieht man deutlich. Uns unterläuft sicher mal ein Fehler, aber nicht mehr vier davon hintereinander.“ Kappenstein musste ohne Leo Padberg spielen, durfte aber erstmals seit Spieltag fünf mit Anton Geretzki arbeiten. Nach überstandenem Sehnenriss am kleinen Finger der rechten Hand kam der 2,04-Meter-Mann gleich auf 23 Minuten.

Die deutlich konzentrierter und energischer agierenden Baskets, für die Malcolm Delpeche wiederholt spektakulär traf, schockte nun auch der treffsichere Hundt (25 Punkte, fünf Dreier) nicht mehr. Kulawick kam kaum noch zum Zug. Nur 16 von 30 Zwei-Punkte-Würfen der Bernauer saßen insgesamt. Beim Sieger waren es 20 von 28. Die Baskets legten im letzten Viertel einen 9:0-Lauf hin und setzten sich ab auf 73:62. Der energische Jojo Cooper, dessen Mutter auf der Tribüne stolz applaudierte, Marco Porcher und Stefan Wess sorgten für die starke Phase. Jan König gab trotz hoher Foulbelastung alles. Als Andrej König zum 84:73 nach doppelt erfolgreichem Rebound traf, war das Ding durch. Punkte: Delpeche (19), J. König (12/4), Cooper (11), A. König (10/1), Weß (10/1), Porcher (8/1), Goolsby (7/1), Geretzki (6/2), Funk (2)

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