Basketball: 2. Liga Pro B
Erneutes Zitterspiel mit Happy end für WWU Baskets gegen Oldenburg

Münster -

Der dritte Saisonsieg ist unter Dach und Fach. Mit 73:68 besiegten die WWU Baskets Münster im vierten Heimspiel Baskets Juniors/TB Oldenburg und fecherten sich im Kampf um den Klassenerhalt erneut etwas Luft zu.

Sonntag, 11.11.2018, 20:18 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 11.11.2018, 15:10 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 11.11.2018, 20:18 Uhr
Niklas Husmann, Malcolm Delpeche, Coach Philipp Kappenstein, Andrej König (v.l.) lassen sich in der Halle Berg Fidel feiern. Foto: Peter Leßmann

Beim Eintüten der Punkte fünf und sechs arbeiteten sich die WWU Baskets Münster in der 2. Liga Pro B heraus aus einem tiefen Loch, „das wir uns selbst gegraben haben“. Nach dem 73:68 (34:36) über die Baskets Juniors/ TB Oldenburg steckte Trainer Philipp Kappenstein irgendwie im Zwiespalt. Wie seine Truppe vorab auf dem Feld – dank einer defensiv kämpferisch sehr tauglichen zweiten Halbzeit aber rissen die am Ende auch nervenstarken Sieger die 1150 Zuschauer in Berg Fidel mit.

Mit einer harten Manndeckung startete die erste Fünf gegen die nicht in Bestbesetzung angereisten Gäste und legte auch dank der Dreier von Stefan Wess (2) und Andrej König ein 20:10 vor, das nicht lange Bestand hatte. Als Ex-Nationalspieler Philip Zwiener, den Jan König abzuschirmen versuchte, trocken zum 28:28 traf, drehte sich im zweiten Viertel das Geschehen. Nicht die zuvor Führenden strahlten Dominanz aus, sondern die wiederholt geschickt unter den Korb preschenden Aufholjäger boten die nötige Energie. Münsters Drahtzieher Jojo Cooper fand überhaupt nicht in die Spur und wurde schnell vom nicht wirklich gesunden Nicolas Funk abgelöst. Mehr als acht Minuten blieben dem 17-Jährigen nicht, der dann mit neuen Schmerzen passen musste. Ab dem 16. Dezember darf sich Funk im Kaderlehrgang der deutschen U 18 zeigen. Bundestrainer Patrick Femerling hat den Pascal-Gymnasiasten nach Heidelberg eingeladen, was schon eine Auszeichnung ist.

Dass es in der Kabine „ziemlich laut und deutlich“ wurde, wie Kappenstein erklärte, war nachvollziehbar. „Ich hatte auch die ganze Körpersprache zu kritisieren.“ Mit einem 13:0-Lauf kamen die nun sehr lebendigen Baskets zurück, zwangen Oldenburg zu eher wilden Würfen und lieferten auch offensiv. Cooper riss sich zusammen und spielte am Ende elf Assists, zwischendurch powerte er sich regelrecht aus. Malcom Delpeche rackerte in der Abwehr vehement. Mit 20:9 ging das Viertel an Münster.

Oldenburg aber holte noch einmal aus. Und wie gehabt bei den Baskets-Heimspielen wurde es eng und enger. Leo Padberg und Alex Goolsby behielten den Durchblick, was beim 69:68 bitter nötig war. 13 Sekunden waren noch zu überstehen, dann wurde Stefan Wess gefoult und traf beide Freiwürfe. Oldenburg spielte Robert Drijencic frei, der aus der Distanz verwarf. Padberg holte den Rebound, wurde gefoult und war an der Linie cool genug, beide Würfe zu nutzen. Feierabend.

„Wir haben zwei völlig verschiedene Halbzeiten abgeliefert. Die Reaktion der Jungs war super“, sagte Kappenstein. „Nach dem Wechsel haben sich alle reingekniet und stark verteidigt.“ Dass es weiter Bedarf im Centerbereich gibt, verhehlt er nicht. „Wir prüfen, was geht, und gucken uns um.“ Punkte: Delpeche (14), Wess (13/1), A. König (11/3), Padberg (11/1), Goolsby (11/2), J. König (8), Cooper (6/1), Woltering (1)

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