Fußball: 3. Liga
Preußen Münster hofft und baut auch künftig auf die „eigenen Jungs“

Münster -

Das neue Stadion ist derzeit trotz des sportlichen Höhenflugs des SC Preußen das meist diskutierte Thema in Münster. Natürlich auch beim Fan-Stammtisch. Doch Sportchef Malte Metzelder schaffte die Verbindung zwischen Spielstärke und Spielort.

Dienstag, 30.10.2018, 15:56 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 30.10.2018, 14:58 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 30.10.2018, 15:56 Uhr
Sportchef Malte Metzelder (l.) freut sich über die unbezahlbare Imagewerbung für den SCP durch das spielende Personal unter Leitung von Cheftrainer Marco Antwerpen. Foto: Jürgen Peperhowe

Den Sportchef freut es ungemein, dass „unsere eigenen Jungs“ zum Höhenflug des SC Preußen Münster beitragen. Malte Metzelder sagte dies auf dem Fan-Stammtisch in Münsters Citykneipe „Früh bis spät“ vor rund 120 interessierten Anhängern. Die begrüßten diese Chance des Beisammenseins ausdrücklich – auch weil es derlei Abende länger nicht mehr gab. Künftig soll es regelmäßig in Gaststätten beim Bierchen um den Ball gehen.

Metzelder beschrieb an einem Abend, an dem die Stadionpläne im Fokus standen (siehe weitere Berichterstattung im Lokalteil dieser Zeitung), den Plan des SCP als seine vordringliche Aufgabe, „den Weg über die Ausbildung noch stärker zu gehen. Es darf kein Zufall werden, dass es einer schafft bis in die Erste.“ Inzwischen etablierte Asse wie Simon Scherder, Lion Schweers oder Jannik Borgmann, die vorab im Unterbau der Ersten lernten und auffielen, sollen Nachfolger finden. Eigene Kräfte seien auch für die Fans immer „besondere Typen“, so Metzelder.

Aber: „Schon jetzt greifen uns andere Clubs die Toptalente in der U 15 ab – die lachen doch über uns.“ Denn die arg eingeschränkten Bedingungen der Juniorenabteilung, aus der häufig vier Teams abends gemeinsam auf dem einen Kunstrasen trainieren, sind ein belegtes Preußen-Handicap. „Wir sind doch meilenweit entfernt von dem heute gültigen Standard“, weiß Metzelder. Ohne verbesserte Infrastruktur, ohne ein Plus an Plätzen und Gebäuden, sehe er schwarz. Nur ein Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) sichere mittelfristig die Perspektive. Und ein solches sei im direkten Zusammenhang mit den Stadionplänen zu sehen. „Wollen wir unseren Status halten, muss ein NLZ her.“ An der Hammer Straße gebe es nur „sehr eingeschränkte Möglichkeiten“, ist Metzelder sicher. „Selbst wenn wir hier bleiben würden und ein oder zwei Plätze mehr bespielen könnten, reicht das nicht angesichts der enormen Dynamik, mit der sich der Fußball entwickelt.“

Club-Präsident Christoph Strässer sieht den SCP sowieso als regional bedeutend und seine Jugendarbeit folglich auch. „Unsere Teams spielen in den höchsten Ligen. Sie und ihre Trainer haben bessere Arbeitsbedingungen verdient.“

Neuer Fanbeirat stellt sich vor

Beim Fan-Stammtisch hatte der 43-jährige Burkhard Brüx, Fanbeirat und vertreten im Präsidium des SC Preußen Münster e.V., seinen ersten öffentlichen Auftritt. Seit 1988 ist er Vereinsmitglied, 2012 sei er erstmals mit anderen Anhängern ins Gespräch gekommen.Es hätte den Wunsch vieler gegeben, in Gremien des Vereins eine Stimme zu bekommen und Mitwirkung anzustreben. Präsidiumsmitglied Siggi Höing war es letztlich, der Brüx konkret ansprach. „Ich arbeite mehr im Hintergrund“, sagte er und beschrieb seine Tätigkeit mit „etlichen Gesprächen, regem E-Mail-Austausch und Teilnahme an Sitzungen.“ Auch bei den Heimspielen sei er präsent und sammle Anregungen. „Es gibt Ideen und Pläne. Etwa zu einer Party für Fans oder Auswärtsfahrten, die der Verein organisieren könnte. Wir fragen uns, was wir den Fans anbieten sollen und wie wir sie dauerhaft ins Boot holen.“ Auch suche er den Kontakt zum Fanprojekt, dessen Fortbestehen er ausdrücklich begrüßte.

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