Fußball: 3. Liga
Preußen-Trainer Antwerpen wünscht sich nur drei Punkte in Unterhaching

Münster -

Nach drei Siegen in Serie hat Marco Antwerpen einen Wunsch. Genau, einen vierten gleich hinterher. Der Trainer des SC Preußen darf sowas äußern, schließlich feierte er am Freitag seinen 47. Geburtstag. Den verbrachte er in Vorbereitung auf das Spiel bei der SpVgg Unterhaching.

Freitag, 05.10.2018, 16:00 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 05.10.2018, 15:50 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 05.10.2018, 16:00 Uhr
Unantastbar im Mittelfeldzentrum: René Klingenburg (r.) ist bei den Preußen weiter die zentrale Figur. Foto: Jürgen Peperhowe

Am Freitagmorgen gab’s für den Chefcoach ein kleines Ständchen und eine Torte. Abends, so war der Plan, wollte Marco Antwerpen mit seinem Co-Trainer Kurtulus Öztürk und ein paar anderen Delegationsmitgliedern vielleicht auch noch einmal kurz anstoßen. Doch wer den nun 47-Jährigen kennt, weiß, dass sich auch an seinem Geburtstag nahezu jeder Gedanke um Fußball dreht. Am Samstag ist um 14 Uhr die SpVgg Unterhaching Gastgeber des SC Preußen. Voller Fokus also auf das Verfolgerduell am Fasanenpark vor den Toren von München.

Schon am Donnerstag reisten die Münsteraner an. Flugzeug oder Zug waren für den klammen Club zu teuer, gerade in Oktoberfestzeiten. Stattdessen also eine neunstündige Busfahrt mit Stopp zu Trainingszwecken in Baunatal und einer Abschlusseinheit am Freitag. Immerhin blieb der Gruppe ein Stau erspart. Ideal ist das alles nicht, aber vorab das Handtuch zu werfen, wäre ja auch schräg. „Wenn sich alle an das halten, was wir vorgeben, wenn wir wieder die Laufbereitschaft wie zuletzt mitbringen, dann sehe ich gute Chancen, was zu holen“, sagt Antwerpen, der mit seiner Elf in der englischen Woche ja die Optimalausbeute von neun Punkten (und 10:1 Toren) einfuhr. Allerdings erinnert er auch daran, dass diesmal – anders als zu Hause gegen Cottbus und Wiesbaden sowie in Rostock – keine Flutlichtatmosphäre oder kein relativ volles Stadion auf sein Team warten. Eine Frage der Einstellung.

Ändern wollte der Coach zuletzt eigentlich nur noch wenig. Durch den Ausfall von Tobias Rühle muss er aber einen neuen Sturmpartner für Rufat Dadashov finden. Der hat immerhin den Segen der Ärzte und soll spielen, aufgrund der letzten Erkältungssymptome fuhr er aber am Freitag in aller Frühe separat mit der Bahn Richtung Süden. „Man muss sehen, wie lange er durchhält“, sagt Antwerpen. Für die freie Stelle neben ihm gibt es vier Kandidaten. Lucas Cueto, Moritz Heinrich, Philipp Hoffmann und Philipp Müller, der allerdings auch noch keine 90 Minuten gehen kann. Die „Torgefahr“, die sich der Trainer vom zweiten Angreifer erhofft, spricht am ehesten für ­Cueto, der ja schon zwei Mal getroffen hat. Aber noch ist ja auch offen, ob die Preußen taktisch wieder genauso so agieren wie in den jüngsten Partien. „Haching ist sehr spielstark. Das wird anders als zum Beispiel gegen die Wiesbadener, die viel mit langen Bälle gearbeitet haben“, sagt Antwerpen. „Also steht bei uns wieder das Pressing im Vordergrund.“ Das wiederum deutet auf eine Chance für den laufstarken Hoffmann hin. Die Entscheidung fällt kurzfristig.

► Zu Hause geblieben sind neben Rühle und dem ebenfalls weiter kranken Tobias Warschewski auch Ugur Tezel, Dominik Lanius und Benjamin Schwarz – der 32-Jährige soll Sonntag in Vreden für die U 23 auflaufen.

► Marian Prinz, Keeper der A-Jugend und dritter Mann bei den Profis, steht im deutschen U-19-Aufgebot für einen Lehrgang auf Zypern von Sonntag bis zum 16. Oktober. Er hat bereits sieben Junioren-Länderspiele bestritten. Testgegner sind Aris und Apollon Limassol.

► SCP: Schulze Niehues – Schweers, Kittner, Borgmann – Menig, Klingenburg, Rodrigues Pires, Heidemann – Kobylanski – Hoffmann, Dadashov

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