Fußball: Amateurligen
Hervorragende Aufstiegschancen für Vizemeister in Westfalen

Münster -

Die Vizemeister aus Westfalen-, Landes- und Bezirksliga dürfen sich in diesem Sommer größere Hoffnungen als sonst auf den Aufstieg machen. Denn in der Oberliga haben schon drei Mannschaften zurückgezogen, von oben dürften nicht mehr als zwei Teams hinzukommen. Ein Überblick.

Mittwoch, 21.03.2018, 14:03 Uhr

Eric Rottstegge (l.) und der TuS Hiltrup sind ebenso mögliche Profiteure von den Rückzügen aus der Oberliga wie Preußen Münster II und Ismail Budak (r.). Foto: Peter Leßmann

Für die drei Spitzenteams aus Münster in der Westfalenliga bekommt die laufende Saison eine zusätzliche Perspektive. Denn auch der Vizemeister hat nun beste Chancen auf den Aufstieg. Hintergrund ist einmal mehr eine Rückzugswelle in einer oberen Klasse auf der Schwelle zwischen Amateurbereich und (Halb-) Profitum. Nachdem der TSV Marl-Hüls und der SC Hassel, der künftig in der Bezirksliga antritt, bereits im Herbst den Spielbetrieb eingestellt hatten, gab nun Arminia Bielefeld bekannt, seine U 23 am Saisonende abzumelden. Gut möglich sogar, dass auch der FC Schalke 04 diesen Schritt vollzieht. Nach dem Regional­liga-Abstieg im Sommer 2017 hieß es aus Gelsen­kirchen, dass die zweite Mannschaft direkt wieder hoch müsse und ansonsten keine Zukunft habe. Aktuell ist Königsblau – gestartet als Top-Favorit – enttäuschen der Neunter mit zwölf Zählern Rückstand auf Platz zwei.

Verabschiedet sich also auch S04, werden zunächst sechs Plätze frei in der Oberliga – Meister und Vizemeister werden ja Regionalligisten. Zwei dieser freien Stellen nehmen wohl Westfalia Rhynern und der TuS Erndtebrück nach einem Jahr Viertklassigkeit ein. Beide stehen am Ende der Tabelle ohne große Hoffnung auf den Klassenerhalt. Der SC Verl (aktuell acht Zähler über dem Strich) und der SV Rödinghausen (neun Punkte) müssen als westfälische Teams nur noch theoretisch bangen. Mehr als zwei Absteiger aus dem FLVW-Bereich (und die Anzahl ist entscheidend) wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht geben.

Stand jetzt jedenfalls spricht alles dafür, dass drei oder sogar vier Westfalenligisten aus den beiden Staffeln in die Oberliga aufrücken. Und da sind der aktuelle Spitzenreiter 1. FC Gievenbeck, der bereits sechs Zähler Vorsprung und ein Spiel weniger hat, der erste Verfolger Preußen Münster II und selbst der TuS Hiltrup mit sechs Punkten hinter dem SCP mögliche Profiteure. Mindestens ein Entscheidungsspiel zwischen den beiden Zweitplatzierten wird es ja geben.

Auswirkungen haben die Rückzüge auch auf die Klassen darunter. Abhängig vom Schalker Schicksal und der Ebene, in die Marl-Hüls wieder einsteigt, bleiben zwischen acht und zehn Plätzen in den zwei Westfalenligen frei. Mindestens die je vier Meister und die Vize, im Extremfall sogar ein oder zwei Dritte würden aufrücken. Ob das dem bisher doch hinter den Erwartungen zurückgebliebenen SC Münster 08 noch mal neue Motivation liefert? Zu Rang zwei sind es aber noch sieben, zu Rang drei vier Punkte.

Aus der Bezirksliga würden dann folglich auch zwei bis vier Vize aufsteigen. Den überaus souveränen Tabellenführer Westfalia Kinderhaus sollte diese Option allerdings nicht weiter tangieren. Und auch bei BW Aasee (fünf Zähler hinter dem zweiten Platz), das ja eine außergewöhnlich stabile Serie hinlegt, wird sich mit der theoretischen Chance kaum jemand ernsthaft beschäftigen. Soll nur später keiner sagen, er habe nicht bescheid gewusst.

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