Handball: Landesliga
Kinderhaus siegt gegen Nullacht mit Ach und Krach

Münster -

Es war ein typisches Derby. Zumindest zum Ende hin. Und an dem hatte Westfalia Kinderhaus beim 21:20 gegen den SC Münster 08 eben das bessere für sich. Zumindest für einen im Lager des Siegers war es auch ein Nervenspiel.

Sonntag, 18.03.2018, 18:03 Uhr

Hoch, höher – Tobias Berger: Westfalias Linkshänder bei einem seiner sechs Treffer. Da können sich die Nullachter Dominik Keller (Zw. v. l.) und Jakob Schmidt – links Michel Schulz – noch so strecken. Foto: Peter Leßmann

Einfach kann jeder. „Wir können nur spannend“, meinte Trainer Sebastian Dreiszis, als seine Landesliga-Handballer aus Kinderhaus das Derby gegen den SC Münster 08 mit 21:20 (13:8) gewonnen hatten. Am Ende mit Ach und Krach.

„Ich will ja nicht übertreiben, aber im ersten Abschnitt war das eine Leistung wie aus einem Guss. Leider können wir das nicht über 60 Minuten zeigen, und das ist schade.“ Nach diesem Statement überlegte Dreiszis einen Moment und fügte hinzu: „Wahrscheinlich würden unsere Jungs dann auch nicht in der Landesliga spielen.“

In der Tat: Im ersten Abschnitt liefen die Angriffe der Hausherren wie am Schnürchen. Und hätten die Kinderhauser nur alle der ganz großen Chancen genutzt, dann wäre Nullacht bereits nach 30 Minuten hoffnungslos im Hintertreffen gewesen. Mit dem 13:8 zur Halbzeit war zwar eine gewisse Vorentscheidung gefallen, mehr aber auch noch nicht.

Westfalia macht es unnötig spannende

War es Überheblichkeit, Lässigkeit oder einfach nur Sorglosigkeit? Darauf wusste auch Dreiszis keine Antwort. In jedem Fall gaben die Hausherren nach dem Wechsel das Spiel leichtfertig aus der Hand und gestatteten dem Gast eine beeindruckende Aufholjagd.

Die Nullachter ließen sich in den gesamten 60 Minuten nicht aus der Ruhe bringen. Sie spielten ihren Streifen runter. Im Angriff geduldig – bis das Zeitspiel drohte, dann kam der Abschluss.

Anfangs nicht gerade erfolgreich, letztlich aber immer treffsicherer. Der Rückstand wurde nach und nach abgearbeitet, plötzlich sahen die Nullachter Licht am Ende des Tunnels. Nur als sie in der letzten Minute die Chance zum Ausgleich hatten, da wurden sie plötzlich hektisch und schlossen zu früh ab. Der Ball wurde pariert, und Kinderhaus durfte jubeln. „Wir hätten den Punkt gern mitgenommen. Aber ist schon okay so“, zeigte sich Gäste-Trainer Björn Hartwig als fairer Verlierer. Er konnte seiner ersatzgeschwächten Mannschaft wahrlich keinen Vorwurf machen.

Kinderhaus hat das Derby gewonnen, das war für Dreiszis die beste Nachricht. Dabei wäre es doch alles sehr viel einfacher gegangen.

Tore Westfalia: Berger (6), Bieletzki (6/5), Aleff (3), Kohl, Schulz (je 2), Siering, Leenings (je 1)

Tore Nullacht: Grühl (6), Keller (5), Bittern (4/3), Sibbersen, Schmidt (je 2), Kuhlenbäumer (1)

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