Basketball: Frauen-Oberliga
Der UBC und die drei Fragezeichen in Sachen Aufstieg

Münster -

Die theoretische Chance auf den direkten Wiederaufstieg besteht für die Damen des UBC Münster. Drei Fragen aber bleiben: Wird noch ein Platz in der Regionalliga frei, verteidigt das Team Platz zwei und will es überhaupt wieder hoch?

Mittwoch, 14.03.2018, 16:03 Uhr

Lena Lenfers-Lücker und ihre Teamkolleginnen blicken hoffnungsfroh auf die letzten beiden Saisonspiele. Foto: UBC

Zwei Spieltage stehen in der Basketball-Oberliga noch aus, doch die Fronten sind längst geklärt: Klassenprimus Citybaskets Recklinghausen II hat die Tür zur Regionalliga weit aufgestoßen und ist mit einer eindrucksvollen Bilanz von 19:1 Siegen rechnerisch sogar längst durch. Mit angemessenem Abstand stehen die Damen des UBC Münster und des TV Hörde (jeweils 15:5) im Hintergrund bereit, um das zu machen, was dem Vizemeister per Regelwerk als finale Aufgabe zugedacht ist: den Meister mit freundlichen Wünschen zu verabschieden. Nur ein Team geht hoch, der Rest bereitet sich auf die nächste Oberliga-Spielzeit vor – theoretisch. In der Praxis ploppen dagegen urplötzlich ungezählte Fragezeichen und damit verbundene Möglichkeiten auf.

In der 2. Liga kämpft derzeit die Reck­linghäuser Erstvertretung gegen den Abstieg – verliert sie diesen Kampf, ist der Regionalliga-Platz für die Reserve passé, und der Oberliga-Vize hat die Wahl. Allerdings gibt es erfahrungsgemäß vor allem in Liga zwei fast immer Clubs, die freiwillig den Rückzug antreten und dem tabellarischen Absteiger im Nachgang den Ligaerhalt bescheren. Sollte aber Recklinghausen I tatsächlich ab und Recklinghausen II folgerichtig nicht aufsteigen, muss der UBC um Trainer Markus Wagner zur Wahrung der Aufstiegschancen zwingend den zweiten Rang verteidigen. Dazu bedürfte es am letzten Spieltag eines Sieges ausgerechnet in Recklinghausen. „Schwierig“, so die realistische Einschätzung von Wagner, der seiner Truppe zwar bescheinigt, „dass es jetzt so gut läuft wie nie zuvor in dieser Saison“, den Meister jedoch dennoch viel stärker einschätzt. „Der Gegner steht völlig zu Recht da oben – auch mit diesem Vorsprung“. Sollte die Hürde aber genommen werden und Münster plötzlich ein Thema in der Aufstiegsfrage sein, müsste überlegt werden, ob andersherum der Aufstieg auch ein Thema für Münster ist. „Damit beschäftigen wir uns jetzt noch nicht“, gibt sich Wagner sehr zurückhaltend, zumal die Saisonplanung noch sehr unüberschaubar ist. „Wir werden wichtige Stammkräfte abgeben und müssen uns ganz ehrlich fragen, ob wir überhaupt das Format für die Regionalliga hätten.“

Es bleiben also mindestens drei Fragezeichen, die finalen Antworten heben sich die UBC-Damen bis zum Saisonfinale auf – bis dahin wollen sie allerdings unabhängig von den Entwicklungen im Umfeld selbst noch zwei Ausrufezeichen setzen. Danach gilt das alte Kaiser-Motto: Schau‘n wir mal ...

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