Reiten: Vereinsfusion
JBK und RV Senden streben unters gleiche Dach

Senden -

Der JBK Senden hat mit hoher Wahrscheinlichkeit ein zukünftiges neues Domizil gefunden – es ist das Gelände des RV Senden in der Dorfbauerschaft. Die beiden Reitervereine wollen noch in diesem Jahr fusionieren.

Mittwoch, 04.04.2018, 19:04 Uhr

Das Reit- und Turniergelände des RV Senden in der Dorfbauerschaft soll noch in diesem Jahr die neue Heimat der bisherigen JBK-Mitglieder werden. Die Hürde vor der geplanten Fusion beider Vereine sollte nicht allzu hoch sein. Foto: WN-Archiv

Zwei Reitervereine in einem Ort – das ist selbst im reitsportbegeisterten Münsterland eine seltene Ausnahme. Der RV Senden in der Dorfbauerschaft am Kanal und der Jagdhornbläser-Korps (JBK) Senden, bislang in Gettrup angesiedelt, „teilen“ sich seit Jahrzehnten die Gemeinde an der Stever – pferdesportlich betrachtet. Doch das gehört wohl bald der Vergangenheit an. Die beiden Vereine wollen verschmelzen, noch in diesem Jahr soll die Fusion unter Dach und Fach sein.

Diese ist eine aus der Not geborene Ideallösung. Der Pachtvertrag, der dem JBK fast 40 Jahre lang das Reit- und Turniergelände am Gut Wewel sicherte, wurde nicht verlängert und läuft, wie bereits berichtet, am 30. Juni aus. Seit Dezember war der Vorstand auf der Suche nach einem Domizil.

Das er mit der anvisierten Verschmelzung mit dem RV Senden nun gefunden haben dürfte. Das Turniergelände in der Dorfbauerschaft soll zukünftig den bisherigen Mitgliedern beider Vereine eine reitsportliche Heimat bieten, die dazu noch erweitert wird. „Wir brauchen nun definitiv eine zweite Reithalle, wenn wir den bisherigen JBK-Mitgliedern eine neue Perspektive bieten wollen“, sagt Ralph Wegener , erster Vorsitzender des RV Senden.

Wir wollen, dass unsere Mitglieder weiter in Senden reiten können und der Zusammenhalt fortbesteht.

Birgit Schneider-Neuenburg vom JBK Senden

Aber auch sein eigener Verein würde von der Fusion profitieren: „Wir haben jetzt 337 Mitglieder und der JBK hat knapp 200. Wenn davon 150 mit rübergehen, haben wir vollkommen neue Perspektiven.“ Als Beispiele nennt Wegener den Schulsport, die Möglichkeit eines Hallenturniers im Winter und vor allem den Jugendbereich.

An den Nachwuchs denkt auch der Vorstand des Jagdhornbläser-Korps. „Dass unsere Voltigierer und Ponyreiter ihren Sport weiter ausüben können“, sei ein wichtiger Grund gewesen, die Fusion mit dem RV in Angriff zu nehmen, sagt Birgit Schneider-Neuenburg , Vorstandsmitglied des JBK. Denn diese Sportarten würden beileibe nicht in jedem der umliegenden Reitvereine angeboten. Aber auch altersklassenübergreifend käme die Verschmelzung beider Vereine den JBK-Reitern nur zugute: „Wir wollen, dass unsere Mitglieder weiter in Senden reiten können und der Zusammenhalt fortbesteht“, betont Schneider-Neuenburg.

Die Fusion könne noch 2018 in trockenen Tüchern sein, sagen Wegener und Schneider-Neuenburg einhellig. Zurzeit seien die Notare am Werk. Das letzte Wort haben die Mitglieder beider Vereine, die ihren Vorständen bereits das Plazet für die Erarbeitung eines so genannten Verschmelzungsvertrags gegeben haben.

Wann die neue Halle gebaut werden könne, sei dagegen noch ungewiss, so Wegener. Das liege zum einen an den Kosten, die noch nicht fix seien. „Beide Vorstände wollen jetzt nicht mit irgendwelchen Zahlen vorsprechen“, sagt der RV-Vorsitzende. Und dann hat natürlich noch der Eigentümer des Turniergeländes des RV ein Wörtchen mitzureden. Denn der Grund und Boden in der Dorfbauerschaft, auf dem auch die zweite Reithalle entstehen soll, gehört nicht dem Reitverein, sondern der Gemeinde Senden.

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