Reiten: K+K-Cup
Vollgas im Sattel und am Steuer – Katrin Eckermann gewinnt das Championat

Münster -

Vor fünf Jahren hatte Katrin Eckermann beim K+K-Cup Geschichte geschrieben. Als erste Amazone hatte sie damals den Großen Preis gewonnen – und die Halle Münsterland scheint auch diesmal wieder ein gutes Pflaster für die 28-Jährige zu sein. Wie der Sieg im Championat vermuten lässt.

Samstag, 12.01.2019, 18:06 Uhr aktualisiert: 13.01.2019, 14:39 Uhr
Schnell und fehlerfrei waren Katrin Eckermann und Cayela im Championat von Münster unterwegs. Das Duo gewann mit nur 14 Hundertsteln Vorsprung vor Tobias Schwarz mit La Belle. Foto: Jürgen Peperhowe

Dass Katrin Eckermann schnell und dabei fehlerfrei reiten kann, ist kein Geheimnis. Oft genug hat die 28-Jährige ihr Können bewiesen, auch Münster hatte sie bereits als Gewinnerin der Großen Preise beim Turnier der Sieger (2011 mit Carlson) und beim K+K-Cup (2014 mit Firth of Lorne) hochdekoriert verlassen. Am Samstag nun schlug die gebürtige Rheinländerin erneut in der Halle Münsterland zu und gewann in einem packenden Stechen mit Cayela das Championat – mit dem hauchdünnen Vorsprung von 14 Hundertsteln vor Tobias Schwarz mit La Belle. Zoe Osterhoff (RV Albachten) wurde mit Chacenny Siebte im Stechen.

Noch nicht einmal ein Jahr ist die Partnerschaft zwischen Eckermann und Cayela alt, erst seit dem Frühjahr 2018 hat sie die Stute unter dem Sattel. Doch die Kombination ist schnell zu einer erfolgreichen geworden. „Mein Pferd hat es mir wieder leicht gemacht“, sagte Eckermann, deren Vater Otmar die zehnjährige Cayela ausgebildet und für den großen Sport vorbereitet hat. „Er kann schnell reiten, daher kennt Cayela das. Ich bin zum letzten Sprung Vollgas geritten, es hat gepasst.“ Und dass Eckermann auch im Auto weiß, wo das Gaspedal ist, zeigte sie im Parcours auf der Ehrenrunde mit dem frisch gewonnenen Wagen.

Die vorgelegte Zeit von 31,54 Sekunden konnte Felix Haßmann nicht halten – obwohl auch er zu der Gilde der Springreiter gehört, die gerne und immer auf das Tempo drücken. Mit Balzaci – das Duo war wie Eckermann mit Cayela und Maurice Tebbel mit Camilla schon am Freitag in der ersten Qualifikation zum Großen Preis im Stechen – lag eigentlich auf Kurs. „Bis zur zweifachen Kombination, da bin ich nicht so gut hingekommen und habe es da liegengelassen“, sagte der gerade 33 Jahre alt gewordene Haßmann. Den Rückstand von einer guten halben Sekunde auf die Siegerin nahm er aber seinem 16-jährigen Hengst nicht übel, vielmehr lobte er ihn für seine Runden in der Halle Münsterland. „Er sprang an beiden Tagen gut, jetzt hat er eine kurze Pause bis zum Weltcup in der nächsten Woche in Leipzig.“

K+K-Cup 2019 in Münster: Jan Wernke gewinnt erste Quali zum Großen Preis

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  • Jan Wernke auf Queen Mary.

    Im Vorjahr noch knapp geschlagen, diesmal auf Platz eins: Jan Wernke und Queen Mary gewannen am Freitagabend die erste Qualifikation zum Großen Preis.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Hinter dem Sieger auf Platz zwei und drei landeten Stefan Eikenkötter und Gerrit Nieberg.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • „Mein Pferd ist unglaublich. Es hat eine super Erfahrung, das gibt einem Sicherheit“, sagte Wernke über seine 17 Jahre alte Stute.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Nun hofft er, dass das Turnier weiterhin positiv für ihn verläuft.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Steffen Eikenkötter auf Sir Sandro.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Gerit Nieberg auf Contagio.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Gerit Nieberg auf Contagio.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Steffen Eikenkötter auf Sir Sandro.

    Foto: Jürgen Peperhowe

Während der Lienener Felix Haßmann Stammgast in Münster ist, feiert Tobias Schwarz (RFSV Kenzingen) seine Premiere beim K+K-Cup. Zumindest als Reiter, als Zuschauer war er bereits vor zwei Jahren einmal in Münster. Und dem 25-Jährigen aus dem baden-württembergischen Herbolzheim-Tutschfelden gefällt das Turnier, nicht nur wegen seines zweiten Ranges im Championat. „Das ist der Wahnsinn, was hier für eine Stimmung in der Halle herrscht. Es ist eine ganz besondere Atmosphäre“, meinte Schwarz, der mit La Belle direkt an seine Erfolge aus dem Dezember in Salzburg anknüpfte. Dort gewann er mit seiner Stute das Finale des European Youngster-Cups für U-25-Reiter und feierte damit den größten Erfolg seiner noch jungen Karriere.

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