Reiten: K+K-Cup
Von der Eisfläche zum Parcours – es kann losgehen

Münster -

An das größte Reitturnier der Region war in der vergangenen Woche noch nicht annähernd zu denken. Schließlich residierte bis gerade noch „Holiday on Ice“ in der Halle Münsterland. Doch nun ist alles angerichtet. Los geht es mit dem Westfalentag.

Dienstag, 08.01.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 08.01.2019, 18:48 Uhr
Die Hengstgala vor nahezu voll besetzen Rängen rundet den ersten Tag beim K+K-Cup ab. Zuvor ermitteln die Kreisreiterverbände ihre Meister im Springen und der Dressur. Foto: Jürgen Peperhowe

Noch am Neujahrstag drehten die Kufencracks bei der Revue „Holiday on Ice“ in der Halle Münsterland ihre Runden. Es folgte der fliegende Wechsel: Eis raus, Parcours rein. Eine Menge Arbeit in kurzer Zeit, die Oliver Schulze Brüning zwar keine tiefen Sorgenfalten auf die Stirn treibt, kleinere Bedenken aber schwingen im Endspurt auf den K+K-Cup immer mit.

„Am Montag war ich in der Halle und habe gedacht, dass man das eigentlich gar nicht schaffen kann. Aber unser Team ist so gut, dass alles klappt. Wir sind im  Zeitplan“, sagte der Vorsitzende des gastgebenden Reiterverbandes Münster keine 24 Stunden vor dem Start des 145. Turniers.

Tag 1: Westfalentag

100 Helfer (darunter etwa die Hälfte Ehrenamtler) sorgen bis fast zur letzten Sekunde vor dem Auftakt um 9 Uhr dafür, dass es losgehen kann. Der erste von fünf Teilen ist der Westfalentag, an dem im Springen und der Dressur (jeweils auf M-Niveau) die Westfälischen Mannschaftsmeister der Kreisreiterverbände gekürt werden.

18 Teams gehen in den Parcours und versuchen, Titelverteidiger KRV Unna-Hamm zu entthronen. Auch Münsters Equipe mit Zascha Nygaard Andreasen, Philipp Hartmann, Philipp Winkelhaus und Laurenz Buhl peilen zumindest das Finale der besten fünf an, das der Gastgeber im Vorjahr als Achter verpasst hatte.

Kostümspringen beim K+K-Cup 2018

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  • Ein Zebra beim K+K-Cup? Ja, das Kostümspringen macht es möglich.

    Ein Zebra beim K+K-Cup? Ja, das Kostümspringen macht es möglich.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Im Sattel: Ingrid Klimke.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Sie war beim Kostümspringen mit ihrem „Zebra“ Parmenides unterwegs.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Da staunte das Publikum nicht schlecht.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Toni Haßmann ging als Pippi Langstrumpf ins Springen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Nicht ganz wie das Original: Pippis Pferd „Kleiner Onkel“ ist eigentlich ein Schimmel.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Aber auch so gab das Duo ein tolles Bild ab.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Auch Einhörner fehlten beim Kostümspringen in der Halle Münsterland nicht.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Lars Volmer bestritt mit einem den Parcours.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Thomas Holz deutlich verjüngt

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Michael Hagemann mit auffälliger Kopfbedeckung

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Dennis Lilienbecker als Karl Lagerfeld

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Think pink: Stefanie Bolte

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mathis Schwentker mit zwergenhafter Unterstützung

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Kostümspringen beim K+K-Cup 2018 Foto: Jürgen Peperhowe
  • Karl-Josef Kückmann als Freibeuter auf...

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • ...der MS Günther.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Jörg Oppermann in Bierlaune

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Michael Jung als Pumuckl

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Steffen Eikenkötter als Tiger

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Hans-Thorben Rüder fliegt als Huhn durch den Parcours.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Alina-Noel Potthoff ist tierisch unterwegs.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Elvis lebt: Mario Maintz ist der King.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Viva Las Vegas in der Halle Münsterland

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Philipp Hartmann als Rapper Cro

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Wie das musikalische Vorbild versteckt der sein Gesicht hinter einer Panda-Maske. Dafür zeigt er seine blanken Arme.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Sogar Hartmanns Pferd trägt stilecht eine Panda-Maske.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Das kuriose Kostümspringen ist für das Publikum immer ein besonderes Vergnügen.

    Foto: Jürgen Peperhowe

Im Viereck lief der entscheidende Durchgang vor zwölf Monaten auch ohne münsterische Beteiligung ab, Platz sechs reichte nicht für das Finale. Dies soll sich nun ändern. Johanna Klippert, die Mannschaftsführerin und Reiterin in Personalunion ist, geht dieses Unterfangen zusammen mit Maike Mende und Nico Kapche an. 2018 blieb der Titel in der Nachbarschaft, der KRV Steinfurt gewann vor der Auswahl Warendorfs.

Hengstgala als Höhepunkt

Den ersten Tag rundet ab 19 Uhr die Hengstgala ab. Die 2010 erstmals ausgetragene Show ist längst ein Zuschauermagnet, vor nahezu voll besetzten Rängen präsentieren diesmal 19 Stationen ihre Vererber. „Die Gala hat sich etabliert. Ich musste sogar einigen Interessenten absagen. Und der Vorverkauf zeigt, dass der Abend sehr gut angenommen wird“, erklärt Jörg Ohmen, der als Mitglied des Arbeits- und Turnierausschusses federführend für das Event ist. „Die Qualität ist erneut sehr hoch, wir haben Top-Hengste dabei.“

Dabei denkt Ohmen ganz sicher an Glamourdale, der nur einmal in der Hallensaison und daher exklusiv in Münster bei einer Schau zu sehen sein wird. Der Hengst von der Station van Olst gewann im vergangenen Jahr bei der WM der siebenjährigen Dressurpferde die Goldmedaille – mit 87 Prozent. Glamourdale wird den kurzweiligen Abend beenden, bei dem insgesamt 45 Vererber vorstellig werden. Darunter auch der Weltcup-erfahrene Colorit, den Christian Ahlmann am Albersloher Weg reiten wird – ehe es für ihn zum Fünf-Sterne-Turnier nach Basel weitergeht. „Das zeigt, welchen Stellenwert unsere Hengstgala hat“, betont Ohmen.

Tebbel führt das Favoritenfeld an

Die Konkurrenz ist nicht ohne. Ein Fünf-Sterne-Turnier in Basel, ein hoch dotiertes Event in Abu-Dhabi und dazu eine nationale Veranstaltung in Neustadt-Dosse. Und doch ist es den Organisatoren des K+K-Cups (9. bis 13. Januar) gelungen, ein sportlich hochwertiges Starterfeld in die Halle Münsterland zu lotsen. „Wir sind zufrieden. Wer den Sport in den vergangenen Jahren gesehen hat, weiß, dass der hier gebotene Sport klasse ist “, sagt Oliver Schulze Brüning, Vorsitzender des gastgebenden Reiterverbandes Münster. Aus der reichlichen Auswahl hat sich etwa Maurice Tebbel für Münster entschieden. Der WM-Dritte mit der deutschen Equipe gewann im Vorjahr den Großen Preis und gehört erneut zu den Titelanwärtern. Wie auch Gerrit Nieberg, die Brüder Felix und Toni Haßmann oder die die K+K-Sieger Jens Baackmann (2017) und Katrin Eckermann (2014). 

Eine Absage musste Gert-Jan Bruggink kurzfristig erteilen. Der Niederländer, Stammgast und Publikumsliebling, zog sich bei einem Sturz einen Oberschenkelhalsbruch zu. Dennoch wird der Name Bruggink vertreten sein. Seine Frau Pia-Luise Aufrecht-Bruggink hält die Familienehre hoch. Nicht nur im Parcours, auch im Viereck wartet ein Feld mit starken Paaren, das für Dressursport auf höchster Ebene steht. Die Team-Weltmeisterin Dorothee Schneider führt das Feld an, Helen Langehanenberg, Anabel Balkenhol und Ingrid Klimke lassen sich ihr Heimspiel nicht entgehen. Los geht das Turnier am Mittwoch mit dem Westfalentag, die Hengstgala vor voll besetzten Rängen beendet den ersten Tag.

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