Reiten: K+K Cup
Vater-Sohn-Geschichten: Maurice Tebbel und Gerrit Nieberg auf den Spuren ihrer Daddys

Münster -

Wirft Maurice Tebbel einen Blick zurück auf das Jahr 2018, schießen ihm viele schöne Erinnerungen durch den Kopf. Als Highlights natürlich die geglückte Titelverteidigung im Nationenpreis des CHIO in Aachen oder Bronze mit der deutschen Equipe bei den Weltreiterspielen in Tryon an der amerikanischen Ostküste. Und sicher wird bei seiner Rückblende nicht der K+K-Cup fehlen, läutete der 24-Jährige in der Halle Münsterland doch ein weiteres Erfolgsjahr ein – und erweiterte damit ganz nebenbei die Geschichte des Traditionsturniers am Albersloher Weg um ein Kapitel.

Dienstag, 08.01.2019, 15:52 Uhr aktualisiert: 08.01.2019, 16:00 Uhr
In die Fußstapfen seines Vaters René, der 2001 den Großen Preis von Münster gewann, trat im Vorjahr Maurice Tebbel. Er siegte mit Don Diarado. Foto: Jürgen Peperhowe

Im Sattel von Don Diarado behauptete sich der 24-Jährige im Großen Preis gegen die versammelte Konkurrenz und trat damit in die Fußstapfen seines Vaters René. 17 Jahre zuvor hatte dieser mit Le Patron in Münster gewonnen und sich in die prominent besetzte Siegerliste, in der sich etwa Gert Wiltfang, Ludger Beerbaum (beide fünf Erfolge), Hans-Günter Winkler, Paul Schockemöhle, Hugo Simon oder Marcus Ehning bereits verewigt haben, eingetragen.

Nicht viel fehlte vor Jahresfrist Gerrit Nieberg , dann hätte er beim K+K-Cup die Vater-Sohn-Geschichte geschrieben. Etwas mehr als eine Sekunde lag er mit Contagio hinter Maurice Tebbel und verpasste damit einen Sieg, den sein Dad Lars 2003 mit Fighting Alpha in der Halle Münsterland errungen hatte. Nach der Logik der Tebbelschen Historie wäre Gerrit Nieberg also erst 2020 an der Reihe – doch dagegen versucht der 25-Jährige bereits in diesem Januar anzukämpfen.

Viele Reiter extrem schnell unterwegs

Gerrit Nieberg ist einer der ernstzunehmenden Herausforderer, die sich für das 145. Reit- und Springturnier in der Halle Münsterland angemeldet haben. Wie etwa Mario Stevens (zuletzt Sieger in Oldenburg und im Championat von München), Vielseitigkeitskönnerin Sandra Auffarth, der Niederländer Gert-Jan Bruggink, die K+K-Sieger Jens Baackmann (2017) und Katrin Eckermann (2014) sowie der stets flinke Felix Haßmann und sein Bruder Toni, der im Vorjahr das Championat von Münster gewann und im Großen Preis mit Bien Aimee de la Lionne Fünfter wurde. „Es sind viele Reiter dabei, die extrem schnell sind. Wir haben ein gutes Starterfeld“, erklärt Oliver Schulze Brüning, Vorsitzender des gastgebenden Reiterverbands Münster.

Eine Außenseiterchance räumen Experten auch Rupert Carl Winkelmann ein, für den der K+K-Cup ein Heimspiel ist. Der Drensteinfurter ließ im Sattel der Stute Deep Blue Bridge im Spätherbst mit Rang drei im Großen Preis von Posen aufhorchen und gehört als 25-Jähriger zu der jungen Garde Springreiter, die immer wieder in Münster ihre Möglichkeiten suchen – und zu gerne auch nutzen.

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