Handball: Internationale Trainer-Fortbildung
Besondere Tage in München

Gronau -

Unmittelbar im Vorfeld der Handball-Weltmeisterschaft hatte sich ein Teil der internationalen Trainerelite zum IHF Coaches Symposium in München eingefunden. Mittendrin und dabei: Karola Westhoff, Adam Fischer und Benno Schlünsen von Vorwärts Gronau.

Montag, 21.01.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 21.01.2019, 17:08 Uhr
Beim IHF Coaches Symposium in München bildeten sich Adam Fischer, Karola Westhoff und Benno Schlünsen (v.l.) fort. Internationale und hochkarätige Referenten wie beispielsweise Dagur Sigurdsson gaben Einblick in ihre Arbeit und Methoden. Foto: privat/aho/sh

Aus erster Hand ließen sie sich Tipps und Anregungen für ihre Arbeit im Verein geben und bekamen Einblicke in die Arbeit renommierter Trainergrößen. „Das waren ganz besondere Tage für uns“, schwärmte nicht nur Karola Westhoff .

Das Trainertrio von Vorwärts Gronau zählte zu einem Kreis von etwa 250 Teilnehmern. „International war es“, bemerkte die Abteilungsleiterin der Handballabteilung von Vorwärts Gronau. „Aus 20 Ländern wie zum Beispiel Dubai, USA, Ägypten, Ungarn, Mazedonien, Namibia und natürlich starken Handball-Nationen wie Frankreich, Polen, Dänemark und Schweden hatten sich Teilnehmer in der Sporthalle des TSV Milbertshofen eingefunden.“

Die von der Internationalen Handball Föderation (IHF) und den beiden WM-Ausrichtern Deutschland und Dänemark organisierte Tagung hatte ein übergreifendes Thema. „Es ging im Wesentlichen um die Entwicklung junger Spieler im Handball“, erläuterte Westhoff. Und tatsächlich war den Teilnehmern nicht zu viel versprochen worden.

Namhafte, ja hochkarätige Referenten hatten sich in München eingefunden. So stelle nach der Eröffnung durch IHF-Präsident Dr. Hassan Moustafa der frühere deutsche Bundestrainer Dagur Sigurdsson und jetzige Coach der Nationalmannschaft Japans das Thema „Handball in Europe and Asia“ vor. Für den Praxisteil danach unter dem Motto „Active Defence - Individual requirements“ zeichnete Xavier Pascual, Cheftrainer des FC Barcelona, verantwortlich.

Da die Weltmeisterschaft zurzeit in Deutschland und Dänemark gespielt wird, wurde während des Symposiums auch verdeutlicht, wie in beiden Ländern junge Spieler (unterschiedlich) ausgebildet werden.

So wurde am zweiten Tag in der bayerischen Metropole der „dänische Weg“ verdeutlicht. Dazu gaben Claus Hansen und Lars Möller in zwei Praxisteilen und einer Theorieeinheit Einblicke in die dänische Philosophie der Spielerentwicklung. Dabei wurden sie von der österreichischen und deutschen U17-Nationalmannschaft unterstützt, die dafür auf der Platte standen.

„Ebenso interessant war der Beitrag von IHF-Dozent Klaus Feldmann. Er erläuterte die Konsequenzen von Spielanalyse und Spielbeobachtungen für das Training“, waren sich Adam Fischer , Benno Schlünsen und Karola Westhoff einig, ehe David Kröger (Bergischer HC) um Aufmerksamkeit bat. Der Athletiktrainer stellte in Theorie und Praxis die Bedeutung des Athletiktrainings für junge Spieler dar. Im weiteren Verlauf gab Kröger auch noch Tipps, um Verletzungen vorzubeugen.

Auch wenn die Köpfe schon rauchten: das war es noch nicht. So teilten Jochen Beppler, Chefbundestrainer für den deutschen Nachwuchs, und der Bundestrainer Jugend männlich, Erik Wudtke, ihr Wissen und ihre Erkenntnisse am dritten Tag in München mit den interessierten Trainerkollegen. Den dänischen Part übernahm Peter B. Larsen (Trainer Bjerringbro-Silkeborg, ehemaliger Co-Trainer der dänischen Nationalmannschaft). Er diskutierte mit den Teilnehmern nochmals über die Entwicklung junger Spieler.

„Überraschend war für uns auch die Teilnahme etlicher Bundesliga- und Zweitliga-Trainer“, sagte Westhoff. Deshalb standen die Gronauer Seite an Seite mit unter anderem Alfred Gislason (THW Kiel), Michael Biegler (SC DHfK Leipzig, Nationaltrainer der deutschen Handballerinnen), Slavomir Smal, (ehemaliger polnischer Handballtorwart), Staffan Olsson (ehemals THW Kiel) und Jan Filip (früher HSG Nordhorn, tschechische Nationalmannschaft).

Zielgruppe des Symposiums waren Trainer, die viel mit jungen Talenten arbeiten. So erklärte Axel Kromer, Vorstand Sport des Deutschen Handballbundes, schon im Vorfeld: „Für jeden ambitionierten Trainer werden die Tage in München Gold wert sein, um sich und seine eigene Arbeit weiterzuentwickeln.“

Karola Westhoff konnte diese Einschätzung bestätigen: „Für uns waren das drei sehr interessante Tage. Wir haben festgestellt, dass wir mit vielem durchaus auf dem richtigen Weg sind, aber natürlich auch noch viel Entwicklungspotenzial da ist. Inwieweit die Seminarinhalte für uns als Amateurverein umzusetzen sind, müssen wir prüfen. An erster Stelle steht sicherlich, unser Wissen an unsere Trainerkollegen im Verein zu vermitteln.“

Positiver Nebeneffekt der Reise nach München: Adam Fischer (Trainer der 1. Herren) und Benno Schlünsen (Coach der A-Jugend) verlängerten im Rahmen des Lehrgangs ihre B-Lizenzen.

Und auch die Weltmeisterschaft wurde konkret zum Thema: Gemeinsam ging es vor die Leinwand, als Deutschland auf Korea traf.

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