Fußball | Kreisliga B1: Rot-Weiß Nienborg
„Da ist noch Luft nach oben“

Nienborg -

Der Start verlief noch etwas holprig. Doch mittlerweile hat sich Rot-Weiß Nienborg in der Kreisliga B1 bis auf Platz drei vorgearbeitet. Deswegen fackelte die Vereinsführung auch nicht lange, um sich die Dienste ihres Trainer-Duos für ein weiteres Jahr zu sichern.

Freitag, 09.11.2018, 16:00 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 09.11.2018, 16:00 Uhr
Seit knapp einem halben Jahr trainieren Rick Reekers (li.) und Philipp Schlamann B-Ligist RW Nienborg – und sind mit dem Verein auf einem guten Weg. Der Club verlängerte vorzeitig ihre Verträge. Foto: men

Der Start verlief noch etwas holprig. Doch mittlerweile hat sich Rot-Weiß Nienborg in der Kreisliga B1 bis auf Platz drei vorgearbeitet. Deswegen fackelte die Vereinsführung auch nicht lange, um sich die Dienste ihres Trainer-Duos für ein weiteres Jahr zu sichern. Die WN sprachen mit Rick Reekers und Philipp Schlamann über ihre erste Trainerstation, Nienborg und Chancen auf die Meisterschaft.

Rick und Philipp, ein knappes halbes Jahr seid ihr nun in Nienborg. Wie fällt die Zwischenbilanz aus?

Rick Reekers: Ich selbst war positiv überrascht. Das liegt daran, dass ich eigentlich größere Unterschiede zur Bezirksliga erwartet hätte. Aber das war nicht so. Hier waren alle von Beginn an mit voller Motivation bei der Sache. Es sind immer 18, 19 Mann auf dem Training. Meine Befürchtungen haben sich direkt zerschlagen.

Philipp Schlamann: Dazu kommt, dass wir hier super aufgenommen wurden. Für Rick und mich ist es ja die erste Trainerstation, wir sind quasi ins kalte Wasser gesprungen. Da kommt uns sicherlich zugute, dass auch die Mannschaft sehr jung ist, die meisten zwischen 20 und 24 Jahre. Alle sind neugierig, aufgeschlossen, versuchen unsere Pläne umzusetzen. Das passt alles gut zusammen.

Apropos zusammen: Wie kam es eigentlich, dass ihr im Doppelpack vom FC Epe nach Nienborg gegangen seid?

Reekers: Philipp und ich kennen uns schon seit Jahren, sind gut miteinander befreundet und sind bei Eintracht Ahaus bis zur B-Jugend auch einen gemeinsamen fußballerischen Weg gegangen. Als dann die Anfrage vom RWN kam, hab ich Philipp direkt gefragt, ob er sich das vorstellen könnte. Jetzt sind wir hier.

Und wie habt ihr euren neuen Verein bislang erlebt?

Schlamann: Ich habe das Gefühl, es ist immer halb Nienborg auf einmal im Eichenstadion. Das Umfeld, der Club, alles ist hier sehr familiär. Die meisten Spieler der Ersten haben auch noch irgendeine andere Aufgabe im Club. Die Zweite, die immer vor uns dran ist, unterstützt uns anschließend vom Spielfeldrand. Da geht keiner vorzeitig nach Hause. Jeder bringt sich irgendwie ein.

Wie steht es mit eurer Mannschaft?

Schlamann: In Relation zu anderen Ligen muss ich sagen: die Qualität ist da. Zwei, drei Spieler könnten auch locker höher spielen. Vielleicht wissen das nur noch nicht alle.

Inwiefern?

Reekers: Wir sind noch lange nicht am Ende. Philipp und ich wollen Fußball spielen lassen. Nicht einfach nur mit langen Bällen operieren. Ich glaube, das war für die Mannschaft erst einmal eine größere Umstellung. Vielleicht haben deswegen anfangs auch die Ergebnisse noch nicht gestimmt. In dieser Phase hatten wir zudem das Pech, gleich zweimal auf Tabellenführer FC Epe 2 zu treffen. Das ist schon ein bisschen schade.

Schlamann: Die Ergebnisse passten zuletzt, ja. Wir sind seit acht Spielen unbesiegt – müssen uns aber trotzdem weiterentwickeln. Das 1:1 gegen den 1. FC Oldenburg-Ahaus ist ein perfektes Beispiel. Wir kassieren in der Schlussphase den unnötigen Ausgleich. Da ist also noch einige Luft nach oben.

Wie weit nach oben?

Reekers: Wenn ich jetzt sage, wir wollen Meister werden, schreibst du das auch so (lacht). Aber klar: Platz drei sollte es schon werden.

Schlamann: Und machen wir uns nichts vor: Wir wehren uns nicht gegen einen Titel. Doch da muss schon alles zusammenpassen. Ob in dieser Saison – oder auch erst in der nächsten.

Wenn Rot-Weiß Nienborg den Platz im Eichenstadion betritt, sind die anderen Partien der B-Liga am Sonntag bereits beendet. RWN spielt erst um 17 Uhr gegen die zweite Mannschaft vom FC Oeding. Dass die Hausherren als klarer Favorit ins Match gehen, steht außer Frage. Die FCO-Reserve ist Drittletzter und hat erst zwei ihrer 14 Partien gewonnen. Nienborg indes ist seit Mitte September ungeschlagen. Genau genommen seit acht Spielen, von denen sechs siegreich bestritten wurden. Den Rückstand auf die Tabellenspitze zum FC Epe 2 hat RWN auf nur noch vier Punkte verkürzt.

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