9. Dämmerungssprintschwimmen des SV Gronau
Lauter Torjubel auch im Parkfreibad

Gronau -

In der Regel verlassen die Badegäste ein Freibad, wenn die Sonne hinter den Bäumen verschwindet und lange Schatten über das Wasser werfen. Nicht so am Samstag im Gronauer Parkfreibad.

Sonntag, 24.06.2018, 14:58 Uhr

Siegerehrung um 23 Uhr: In der Vereinswertung hatten die Teilnehmer aus Lembeck mit 101 Punkten ganz klar die Nase vorn vor dem TVE Greven auf Platz zwei und dem Bocholter WSV auf Platz drei. Foto: A. Pancerz

Zum Ende der normalen Öffnungszeit standen 141 Schwimmerinnen und Schwimmer mit ihren Übungsleitern und Betreuern vor dem Tor – sie alle waren der Einladung des Schwimmvereins Gronau zum 9. Dämmerungssprintschwimmen ins Gronauer Parkfreibad gefolgt.

Trotz WM-Spiel mit deutscher Beteiligung zeigten die teilnehmenden Vereine (Bocholter WSV, SC Coesfeld, Schwimmverein Epe, SG Schwimmen Münster, SV Gronau, SV Olympia Borghorst, SV Rheine, TVE Greven und Wfr. Atlantis Lembeck) ein reges Interesse: 534 Einzel- und 38 Staffelstarts standen auf dem Programm. Für die Fußballinteressierten unter den Schwimmern war eine Leinwand aufgebaut worden, auf der das WM-Spiel mitverfolgt werden konnte.

Zu Beginn des Wettkampfes wurde in einer Schweigeminute des kürzlich verstorbenen Rolf Herzog vom Bocholter WSV gedacht. Er verstarb nach kurzer, schwerer Krankheit Ende Mai im Alter von 74 Jahren. Sowohl beim Bambino-Schwimmen als auch beim Dämmerungssprintschwimmen des SV Gronau war er immer als Schiedsrichter zugegen gewesen.

Mit dem ersten Startpfiff um 19.30 Uhr begann der Wettkampf, nun ging es Schlag auf Schlag: Die Aktiven sprinteten die 50-Meter-Strecken in den Disziplinen Schmetterling, Rücken, Brust und Freistil, jeweils gefolgt von einem Staffelwettkampf. Zeit, wieder trocken bzw. wieder warm zu werden, blieb nicht. Ein paar Grad wärmere Luft wäre für die Schwimmerinnen und Schwimmer schön gewesen, die bibbernd am Beckenrand standen und darauf warteten, ins 24° Grad warme Wasser springen zu dürfen. Zum Glück fand sich immer ein Vereinskollege, der dem jeweiligen Schwimmer am Ziel ein Handtuch oder den Wärmemantel reichte.

Der Wettkampf verlief in gewohnter Manier. Zwei Mal erschallten Freudenschreie im Freibad, die sogar einmal das Startsignal übertönten – sehr zur Verwunderung der gerade am Start befindlichen Athleten. Aber schon kam die Auflösung durchs Mikrofon: Die deutsche Nationalmannschaft hatte in der Nachspielzeit das siegbringende Tor schießen können.

Gegen 23 Uhr neigte sich der Wettkampf seinem Ende entgegen. Während die letzten Ergebnisse noch ausgewertet wurden und die Duschen quasi „heiß“ liefen, klang der Abend beim gemeinsamen Grillen gemütlich aus.

Durch den Rettungsring geschaut.

Durch den Rettungsring geschaut. Foto: Birgit Grätz

Die Siegerehrung wurde von Elmar Buss vorgenommen, der zunächst die Pokale für die besten Staffelmannschaften verlieh: Platz drei teilten sich die Mannschaften des Schwimmvereins Epe und des Bocholter WSV, Platz zwei ging an den TVE Greven und Platz eins an die Wasserfreunde Atlantis Lembeck.

In der Wertung „Beste Schwimmerin“ freute sich Jil Fischer (SV Epe) mit 1702 Punkten über den dritten Platz. Platz zwei ging an Atlantis Lembeck, Platz eins an den SV Rheine. Die Pokale „Bester Schwimmer“ gingen an die Gäste nach Lembeck, Greven und Bocholt.

In der Vereinswertung hatten die Teilnehmer aus Lembeck mit 101 Punkten ganz klar die Nase vorn vor dem TVE Greven auf Platz zwei und dem Bocholter WSV auf Platz drei. Der Schwimmverein Epe blieb knapp dahinter auf Platz vier mit 59 Punkten. Der SV Gronau landete auf Platz sieben mit 14 Punkten.

In der Jahrgangswertung der beiden Vereine aus Gronau und Epe sind folgende Ergebnisse der einzelnen Schwimmerinnen und Schwimmer hervorzuheben:

SV Gronau

SV Gronau Foto: A. Pancerz

Schwimmverein Gronau: Elmar Buss (1968) 1. Platz Freistil; Henry Buss (2006): 3. Platz Rücken; Luis Klümper (2004): 3. Platz Rücken, 2. Platz Freistil; Julian Mayer (2008): 3. Platz Freistil; Michelle Pancerz (2003): 1. Platz Schmetterling, 1. Platz Brust, 2. Platz Freistil; Luc Smulders (2007): 2. Platz Brust; Lilit Ülütas (2006) 3. Platz Schmetterling, 3. Platz Brust; Silas Valencia (2008): 3. Platz Rücken, 3. Platz Brust; Jan Wehmeyer (2005) 3. Platz Rücken; Kim Wehmeyer (2003) 3. Platz Schmetterling

Das Team aus Gronau wurde vervollständigt durch Jason Biallas, Raher Bozkurt, Jana Feldhaus, Tim Klümper, Fabienne Kühlkamp, Merle Leefken, Bennet Mönsters, Dominik Pancerz und Marie-Luis Tuband.

Schwimmverein Epe: Nico Amshoff (1997): vier 1. Plätze in Schmetterling, Rücken, Brust und Freistil; Jil Fischer (2002): vier 1. Plätze in Schmetterling, Rücken, Brust und Freistil; Jonas Fleer (2004): vier 1. Plätze in Schmetterling, Rücken, Brust und Freistil; Fabian Grätz (2001): 3. Platz Rücken, 2. Platz Freistil; Fiona Grätz (2003): 2. Platz Rücken; Fynn Hansen (2001): 2. Platz Schmetterling, 1. Platz Rücken, 1. Platz Freistil; Lennox Kuzovlev (2007) 3. Platz Freistil; Natalie Nappers (1996): 2. Platz Schmetterling, 2. Platz Rücken, 2. Platz Brust, 1. Platz Freistil

SV Epe

SV Epe Foto: Birgit Grätz

Für den SVE punkteten außerdem im Wasser: Collin Fischer, Sophie Fleer, Lea Paganetty, Jan Schröder, Kyra Stern, Kiana Winkelhorst und Wiebke Wolter.

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