Triathlon | Andre Winkelhorst (TV Epe) hat große Ziele
Weltmeisterschaft in Südafrika fest im Visier

Gronau -

Mit dem Feiern hat sich Gronaus „Sportler des Jahres 2017“ nicht lange aufgehalten. Am Tag nach der Ehrung beim „Ball des Sports“ saß André Winkelhorst bereits gegen Mittag wieder auf dem Rennrad, um rund 83 km herunterzuspulen. Denn die Highlights des Jahres werfen für den Triathleten vom TV Westfalia Epe schon jetzt ihren Schatten voraus.

Mittwoch, 14.02.2018, 06:02 Uhr

André Winkelhorst arbeitet an der Grundlagenausdauer für seine großen sportlichen Ziele in diesem Jahr. Das Tempo beim Laufen ist zurzeit aber noch eher entspannt.
André Winkelhorst arbeitet an der Grundlagenausdauer für seine großen sportlichen Ziele in diesem Jahr. Das Tempo beim Laufen ist zurzeit aber noch eher entspannt. Foto: Günter Poggemann

„Natürlich habe ich mich sehr gefreut über die Wahl zum Sportler des Jahres , zumal es eine Publikumswahl ist. Man hat zwar seine Leistung gebracht, letztlich kann man die Wahl aber nicht beeinflussen. Insofern ist sie eine große Anerkennung für die erzielten Leistungen“, sagt André Winkelhorst.

Ein zusätzlicher Motivationsschub war die Wahl für ihn allerdings nicht. „Meine Motivation war auch zuvor sehr gut für die kommenden Ziele“, so der Eperaner. Neben der Ironman 70.3 Weltmeisterschaft über die sogenannte Halbdistanz mit 1,9 km Schwimmen, 90 km Laufen und 21,1 km Laufen im September in Südafrika steht vor allem der Challenge Roth über die doppelten Distanzen Anfang Juli im Mittelpunkt seiner Planungen.

Challenge Roth bleibt wichtigstes Ziel

Trotz Weltmeisterschaft: „Mein wichtigstes sportliches Ziel in diesem Jahr ist der Challenge Roth“, bekennt Winkelhorst. Dreimal war er im fränkischen Tri­athlonmekka schon am Start, zuletzt 2015, als er nach 10:06:42 Std. ins Ziel kam. „Mein Traum ist, dort die 9:30 Uhr zu knacken.“

Ich kenne die Strecke in Port Elizabeth nicht.

Andre Winkelhorst

Die Ziele für Südafrika sind dagegen weniger klar definiert. „Ich kenne die Strecke in Port Elizabeth nicht. Ich will dort einfach ein gutes Rennen machen und außerdem auch das Land kennen lernen“, erläutert er. Insofern hat der (noch) 43-Jährige die WM-Qualifikation im vergangenen September auf Rügen gerne „mitgenommen“. Auch damals hatte er als eigentliches Highlight der Saison wenige Wochen zuvor eine Langdistanz absolviert. „Andererseits habe ich den letzten Jahren auf den Mitteldistanzen immer recht gute Ergebnisse erzielt, sodass ich schon glaube, dass sie mir recht gut liegt“, ergänzt er.

Vier Stunden auf dem Rennrad

Im Moment heißt es aber für Winkelhorst wieder einmal, die Grundlagenausdauer für die großen Ziele zu schaffen bzw. stabilisieren. Am Wochenende bedeutet dies, vier Stunden auf dem Rennrad zu sitzen und über 100 km abzustrampeln. Bei schlechtem Wetter geht es stattdessen auf die Rolle. „Dort sind aber drei Stunden das Maximum – wenn man sich durch Biathlon oder Skispringen im Fernseher ablenken lassen kann“, erläutert er.

Viel hilft viel.

Andre Winkelhorst

Beim Laufen würde er gerne dann und wann schon etwas intensiver trainieren. Leichte Zerrungen im Oktober und Anfang Januar sorgten aber dafür, dass das Tempo im Training noch eher entspannt ist und aktuell „nur“ rund 40 km Trainingskilometer pro Woche zusammenkommen. Abgerundet wird das Trainingsprogramm in der Regel durch drei Einheiten im Schwimmbecken in der Woche. „Langdistanztriathlon ist eigentlich nicht so schwer. Viel hilft viel“, so lautet die Devise von André Winkelhorst.

Bald geht es für den Eperaner wie schon in den vergangenen Jahren wieder für zwei Wochen ins Trainingslager. Diesmal heißt das Ziel Lanzarote. Mit dem ehemaligen Chef-Coach der Deutschen Triathlon Union, Ralf Ebli, wird die Tour diesmal auch von einem anderen Veranstalter organisiert.

Aber eigentlich bin ich immer noch ein guter Läufer.

Andre Winkelhorst

Erhofft sich „Gronaus Sportler des Jahres“ davon vielleicht einen neuen Kick? „Nachdem ich mit der Orientierung an der getretenen Wattzahl in den letzten zwei Jahren das optimale Steuer­ungsinstrument auf dem Rad gefunden habe, könnte ich mir schon vorstellen, auch beim Laufen wieder etwas spezifischer zu trainieren. Aber eigentlich bin ich immer noch ein guter Läufer, wenn man auf die Ergebnisse in den drei Teildisziplinen schaut“, antwortet Winkelhorst.

Kilometer sammeln auf Lanzarote

„Früher war ich ein Läufer, der ein bisschen Triathlon machte. Heute bin ich ein richtiger Triathlet. Und ein optimaler Marathon im Rahmen eines Langdistanz-Triathlons setzt zunächst eine herausragende Form auf dem Rad voraus“, ist er überzeugt. Daher heißt es auf Lanzarote: Kilometer sammeln auf dem Rad! Erst im Frühjahr kommen die intensiveren Trainingseinheiten hinzu – und die ersten Wettkämpfe. Steinfurt im Mai, Bocholt im Juni, der Challenge in Roth, Sassenberg und Borken im August und schließlich die Weltmeisterschaft in Südafrika.

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