Fortuna Gronau geht beim TuS Gahlen unter
Wo war die Leidenschaft?

Gronau -

Das Wunder von der Laubstiege – es droht auszufallen. Nach der desaströsen Vorstellung beim TuS Gahlen darf Fortuna Gronau für die A-Liga planen.

Sonntag, 25.05.2014, 19:05 Uhr

In dieser Szene verpasste Gahlens Dennis Rarek den Ball. Der TuS ließ viele Chancen aus und scheiterte oft an Keeper Jonas Böcker. Dennoch siegten die Gastgeber hoch und verdient mit 5:2 gegen enttäuschende Gronauer. Foto: sh

Bitter enttäuscht wurden die Fans, die den weiten Weg die A31 runter bis Dorsten auf sich genommen hatten. War zuvor vom „Showdown im Abstiegskampf“ auf der Fortuna-Homepage zu lesen, und wurde spekuliert, die Fortunen könnten „wie Jäger agieren“, war davon auf dem Rasen nichts zu sehen. Die Blau-Schwarzen bewiesen keinen Mut, überließen dem Gastgeber von Beginn an mehr Spielanteile und ließen in keiner Phase erkennen, dass sie Gahlen den vierletzten Rang abnehmen wollten. Wo war die Leidenschaft?

So war es zunächst wiederholt der junge Keeper Jonas Böcker , der den Rückstrand verhinderte, ehe er sich in der 33. Minute erstmals geschlagen geben musste. Marco Marrali hatte genügend Zeit, den Ball platziert und unhaltbar oben in den linken Winkel zu setzen. Gahlens Freude darüber war jedoch von kurzer Dauer. Nur Minuten später spielte Hendrik Dornieden einen Freistoß hoch in den Strafraum, Mike Möllensiep überlistete den Keeper per Kopfball zum 1:1.

In Fortunas bester Phase kurz vor der Pause bot sich Sevket Karamann noch vor dem Seitenwechsel die Chance zum 2:1. Doch der Ärger über die vergebene Chance war noch nicht verraucht, da lagen die Gronauer selbst wieder im Hintertreffen. Fabian Brom hatte unendlich viel Zeit, sich den Ball zurechtzulegen und aus der Distanz das 2:1 zu markieren. Angegriffen wurde der Schütze nicht, kein „Jäger“ weit und breit. Torwart Böcker sah in dieser Szene auch nicht gut aus.

Fortuna, ohne den gesperrten Jens Weinberg, war nun noch mehr gefordert – doch es passierte nichts. Ideen- und planlos, fast nur über die rechte Seite kommend, brachten die Gronauer den TuS Gahlen nicht in Bedrängnis. Die Hoffnung auf den Klassenerhalt wäre schon dahin gewesen, hätte Danny Kittner nicht Pech mit einem Pfostentreffer gehabt (56.).

Fünf Minuten später erlebten die Fans tatsächlich auch mal eine Fortuna-Chance, als Möllensiep den Ball vors Tor brachte und zunächst Paul Kostyrenko, dann Felix Wobbe den Führungstreffer auf dem Fuß hatten. Mehr war von den Fortunen, die eigentlich bedingungslos um den Klassenerhalt fighten wollten, aber nicht zu sehen.

Danach hatten es die Gäste nur Jonas Böcker zu verdanken, dass die Entscheidung ein wenig auf sich warten ließ. Mehrfach parierte er glänzend, immer häufiger von seinen Vorderleuten im Stich gelassen. Mit dem 3:1 und kurz danach dem 4:1 war die Messe gelesen. Fortuna wehrte sich nicht, so wie es sich gehört hätte. Möllensieps zweiter Kopfballtreffer änderte daran auch nichts mehr.

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