Fußball: Bezirksliga
Ein unüberhörbarer Warnschuss

Greven -

Nein, so ganz erfüllte dieses letzte Testspiel seinen Zweck nicht. Denn der Kick, der dem SC Greven 09 kurz vor dem Saisonstart eigentlich Sicherheit verleihen sollte, hinterließ doch eher Sorgenfalten. In der zweiten Halbzeit wurde der ambitionierte Bezirksligist von einer – zugegebenermaßen guten – Gievenbecker A-Jugend ziemlich an die Wand gespielt.

Sonntag, 04.08.2019, 12:50 Uhr aktualisiert: 04.08.2019, 21:42 Uhr
Das war kein Spaß: Der SC Greven 09 und Julian Loose verpatzte den letzten Test.gegen die U19 des 1. FC Gievenbeck. Foto: Stefan Bamberg

Drei Tage nur noch bis zum Pflichtspiel-Auftakt im Pokal, acht bis zu jenem in der Bezirksliga – und durch die Schöneflieth hallt am Samstagnachmittag ein unüberhörbarer Warnschuss: Greven 09 kriegt im letzten Test von der Westfalenliga-A-Jugend des FC Gievenbeck einen verplättet – 1:2 (1:0) nach einer alarmierenden zweiten Halbzeit.

Die erste ist hingegen okay, der zuletzt kränkelnde Spielaufbau klappt passabel – und in der 40. Minute gibt‘s einen kernigen Körpereinsatz Julian Looses zu erleben, ab über rechts, in die Mitte, wo Bernd Lakenbrink bereits wartet – 1:0, so könnte es weiter gehen.

Könnte aber auch ganz anders werden. Denn kaum zurück auf der Wiese, erzielt Gievenbeck durch einen berechtigten Handelfmeter den Ausgleich (54.). Und 09-Coach Andreas Sommer ? Sitzt fortan, meist schweigend, auf seinem Gartenstuhl, denkt wohl bisweilen Düsteres. Und zählt in der Schlussphase einmal betont bis sieben – was sicher kein Kompliment darstellen soll, weil das exakt die Spieleranzahl ist, die in dieser Szene einfach vorne stehen blieb.

Gewiss, man muss nicht nach jedem vermurksten Testspiel gleich eine Krise herbeireden. Keine Frage, diese Gievenbecker Jungspunde sind fix auf den Beinen, handlungsschnell und hoch motiviert. Den Hausherren steckt zudem ein morgendliches Kurz-Training in den Knochen. Aber hey, Freunde: Hier spielt ein ambitionierter Bezirksligist gegen eine A-Jugend!

Da stimmt es schon bedenklich, wie die Nullneuner im zweiten Durchgang nicht nur geschlagen, sondern phasenweise über den Haufen gerannt werden. Im Sturmzentrum fehlt nach Patrick Fechtels frühem verletzungsbedingten Aus jegliche Bewegung – und der Rückwärtsgang erinnert mitunter an eine LKW-Kolonne: „Wir haben sie oft nicht zu packen gekriegt“, bemerkt auch Sommer. Apropos: Grevens Glück besteht darin, dass immerhin Keeper Luca Dömer so einiges zu packen kriegt. Und die Gäste im Abschluss geradezu baggy sitzende Spendierhosen anhaben (13./42./48./54./73.).

Das ebenso Vorhersehbare wie Verdiente geschieht freilich trotzdem – in der 87. Minute: Eine FCG-Flanke wird quasi gar nicht verteidigt, jedoch fürwahr auch ein fabelhafter Kopfball: 1:2, genau in den Winkel.

Und, um mal nach dem Positiven zu suchen, vielleicht genau zum richtigen Zeitpunkt für Greven. Denn selten zeigte eine Saison-Generalprobe deutlicher auf, wie es nicht gehen wird.

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