Fußball: Kunstrasen DJK Greven
Es wird eng an der Ems

Greven -

Nichts geht mehr momentan am geplanten Kunstrasenplatz der DJK. Die Stadt Greven musste die Baustelle kurzfristig stilllegen, das Zweifel an der Qualität des zu verlegenden Kunstrasen aufgetaucht sind. Jetzt müssen die Ergebnisse einer Laboruntersuchung abgewartet werden. Auf die DJK warten damit harte Wochen, da der Termin der Fertigstellung nach hinten rückt.

Donnerstag, 27.06.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 27.06.2019, 16:04 Uhr
Die Baustelle am DJK-Gelände ist ein „Stillleben“ – momentan geht nichts in Sachen Kunstrasen. Auch das Sommerturnier ist davon betroffen. Foto: Martin Weßeling

Wenn es bei modernen Smartphones noch Drähte gäbe – sie würden seit dem vergangenen Wochenende glühen. Zumindest bei Thomas Scheffler-Talmann raucht der Kopf, obwohl auch das rein physikalisch unmöglich ist. Auf jeden Fall hat der Haupt-Organisator des DJK-Sommerturniers aktuell jede Menge zu tun und befindet sich im Stress-Modus, was ausnahmsweise mal nicht mit der momentanen Hitzewelle namens „Ulla“ zu zusammenhängt.

Die Stadt Greven hat das Kunstrasen-Projekt auf dem Gelände DJK kurzfristig gestoppt und das Bauvorhaben auf Eis gelegt. Auf dem Platz, der mit dem Turnier im Prinzip eingeweiht werden sollte, wird definitiv in der nächsten Zeit kein Fußball gespielt.

„Das hat uns natürlich wie ein Blitz getroffen“, sagt Vereins-Präsident Stephan Bothe . Seitens der Stadt Greven gebe es Zweifel bezüglich der Qualität des Kunstrasens, der am DJK-Gelände auf Rollen bereit liegt und auf eine Verarbeitung wartet. Es seien Proben entnommen worden. Nun würde man auf die Ergebnisse der Untersuchungen warten und dann entscheiden, wie es weiter geht. „Das ist für uns natürlich eine schwierige Situation, sowohl kurz- als auch mittelfristig“, zuckt Stephan Bothe mit den Schultern.

Gut 80 Fußball-Mannschaften und damit etwa 1000 Gäste würde die DJK zum Sommerturnier am kommenden Wochenende erwarten. Sie müssen, wegen der Baustelle Kunstrasenplatz und wegen des Brandes an den Sanitäranlagen des Hallenbades (diese Zeitung berichteten), eng zusammenrücken. Bothe: „Thomas Scheffler-Talmann ist wirklich nicht zu beneiden.“

Damit aber nicht genug. Sollte die Fertigstellung des DJK-Kunstrasenplatzes länger auf sich warten lassen, dürfte sich die Trainings- und Spielsituation bei der DJK weiter verschärfen. „Da wird eine schwierige Zeit auf uns zukommen. Das ist alles schon grenzwertig. Wir waren davon ausgegangen, dass die Anlage längst fertig gestellt und im Betrieb ist. Jetzt müssen wir einfach nach vorne schauen und abwarten, wie es weitergeht“, hofft Bothe, dass es nach dem sportlichen Abstieg bei der DJK bald wieder bergauf geht.

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