Handball: Damen-Landesliga
Der Kochtopf muss runter vom Herd: Ahlener SG startet gegen den TuS Recke

Ahlen -

In der Vorbereitung brodelte es bei der Ahlener SG. Zeitweise herrschte Verbrennungsgefahr. Mit neuem Trainergespann geht es nun in die neue Saison. In der werden sich die Spielerinnen umgewöhnen müssen.

Freitag, 20.09.2019, 05:00 Uhr aktualisiert: 20.09.2019, 13:08 Uhr
Neue Betätigungsfelder – die Ahlener SG (oben von links) Trainerin Jennifer Pollex, Sabina Barthel, Tatjana Lauenstein, Melanie Dodt, Jessica Bruland, Merle Klement, Isabell Exner, Cynthia Fitzek, Trainer Sabrina Kowald; (unten von links) Svenja Ortmann, Maike Drewes, Marion Buschkötter, Luisa Holtmann, Sandy Fitzek und Laurine Colbatzky. Foto: Lars Gummich

Eine gelungene Vorbereitung sieht gewiss anders aus. Die Landesliga-Handballerinnen der Ahlener SG haben aufreibende Wochen hinter sich. Eine geringe Trainingsbeteiligung und Spannungen zwischen Team und Trainer, die im Rücktritt von Dogan Aydogdu und seinem Assistenten Jan-Sören Smedt mündeten.

Die ASG war im Sommer wie ein Kochtopf, stets kurz davor, überzukochen. Nun haben ihn Sabrina Kowald und Jennifer Pollex ganz einfach mal von der Herdplatte genommen. „Unser Ziel ist es, dass Ruhe einkehrt und der Spaß am Sport wiederkommt“, sagt Kowald. Die Abteilungsleiterin ist gemeinsam mit ihren ehemaligen Teamkollegin Pollex kurzerhand als Interimstandem eingesprungen.

Mit Experimenten gegen die Lethargie

Bis ein Nachfolger gefunden ist, leiten die beiden den Übungsbetrieb und stehen demnach auch zum Saisonauftakt am Samstag (18 Uhr) in der Friedrich-Ebert-Halle gegen den TuS Recke an der Seitenlinie.

„Ich kenne die Mädels und weiß, was sie können“, ist für Kowald kein großes Kennenlernen notwendig. Gleichwohl wird sie die Spielerinnen mit neuen Ideen konfrontieren. „Ich habe das Gefühl, dass ein bisschen was festgefahren ist. Also werden wir ein paar Dinge ausprobieren. Es wird Umstrukturierungen geben. Einige werden auf anderen Positionen spielen als bisher“, kündigt Kowald an.

Glaube muss wieder entstehen

Isabell Exner, eigentlich für Außen angestellt, könnte zum Beispiel auf der Mitte wirken, was wiederum für gewöhnlich das Terrain von Cynthia Fitzek ist. Flexibilität ist also gefragt bei den Ahlenerinnen. „Wir dürfen auch ruhig mutiger werden und uns ein bisschen mehr trauen“, findet Sabrina Kowald.

Angetan ist die Interimstrainerin dagegen von den defensiven Fähigkeiten ihrer Mannschaft. „Die Abwehr steht sehr, sehr gut.“ Dringend arbeiten muss ihr Personal an der grundsätzlichen Einstellung. „Wenn wir gewinnen, ist alles toll. Wenn wir verlieren, ist Land unter“, sagt Kowald. Fast wortgleich formulierte es auch ihr Vorgänger Dogan Aydogdu .

Fazit: „Die Mädels müssen wieder mehr an sich glauben“, sagt Kowald. Und der Ehrgeiz müsse immer wieder aufs Neue herausgekitzelt werden. Wohin all das ihr Team im Laufe der Saison führen werde, weiß auch Sabrina Kowald noch nicht. „Zu unserem Ziel werde ich keine Aussage tätigen“, sagt sie deshalb. Sie lässt sich einfach darauf ein. Gesunder Pragmatismus ist vielleicht genau das, was die ASG gerade gebrauchen kann.

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