Handball: 3. Liga Nord-West
Im laufenden Prozess: Ahlener SG ist beim HSG Bergische Panther zu Gast

Ahlen -

Der erste Saisonsieg gibt der Ahlener SG Auftrieb. Noch ist die Mannschaft lange nicht da, wo sie sein soll. Doch bei den Bergischen Panthern am Sonntag gibt es trotzdem Aspekte, die für sie sprechen.

Freitag, 20.09.2019, 13:33 Uhr aktualisiert: 20.09.2019, 13:50 Uhr
Philipp Lemke, Rückraum-Rechter der Ahlener SG, sieht sich und seine Mannschaftskollegen auf dem richtigen Weg. Arbeiten müsse das Team vor allem am Tempospiel. Dazu hat es am Sonntag bei den Bergischen Panthern wieder reichlich Gelegenheit. Foto: Lars Gummich

Mit 3:5 Punkten nach den ersten vier Partien bewegt sich die Ahlener SG im vorgesehenen Zielkorridor. Dass sich der Drittligist nach dem Umbruch im Sommer mit den Abgängen von Andreas Tesch, Kai Bekston und Björn Wiegers ein Stück weit würde neu erfinden müssen, war allen Beteiligten klar. (Nicht nur) Gemessen daran verrichten Trainer und Mannschaft gute Arbeit. Beim 33:29 gegen den HC Rhein Vikings gelang ihnen jüngst auch der erste Saisonsieg.

Der hätte durchaus souveräner ausfallen können. Aber eine zehnminütige Schwächeperiode nach der Pause verhinderte das. „Gut, dass es eng war. So konnten wir uns auch richtig freuen“, kann Philipp Lemke aber selbst diesem Umstand etwas Gutes abgewinnen. Der Halbrechte ist mit 29 Jahren mittlerweile der viertälteste Spieler in der Mannschaft. Deren Methusalem ist Nico Wunderlich mit 35 Lenzen – sieht man mal von Stand-by-Kreisläufer Björn Wiegers ab, der 37 Jahre alt ist.

Rückschläge sind eingepreist

Alles in allem hat sich das Team deutlich verjüngt. Das mache sich hinsichtlich der Stimmung in der Mannschaft und eben auch im Spiel bemerkbar. „Die Automatismen, die vorher klar waren, stimmen manchmal noch nicht. Auch für unsere 6:0-Deckung ist einiges neu. Es muss erst ein Rädchen ins andere greifen. Über weite Strecken läuft das schon gut, aber es gibt eben auch Phasen, in denen es nicht so klappt. Rückschläge sind also ganz normal“, erläutert Philipp Lemke.

Diese Einschätzung teilt auch sein Trainer. „Wir brauchen Geduld. Wir sind noch nicht da, wo wir hinwollen. Unsere Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen“, unterstreicht Sascha Bertow. Dass er bislang wechselnde Startformationen ins Rennen geschickt hat, ist wiederum nicht darauf zurückzuführen, dass die Routine derzeit noch fehlt. „Ich sehe aktuell einfach keine feste Formation. Wir haben total verschiedene Typen im Team und ich weiß, was ich an jedem einzelnen Spieler habe“, sagt Bertow.

Geduld und wenig Tempo im Angriff

Der Kader sei in der Breite gut besetzt. Aus diesem Reservoir schöpft der Coach nun nach Belieben. Zuletzt gegen die Rhein Vikings besonders erfolgreich. Maßgeblich verantwortlich dafür war ein geduldiges Angriffsspiel – in der Vergangenheit nicht immer die Stärke der ASG. „Wir haben viele Tore über Außen erzielt und das nicht nur über den Gegenstoß, sondern auch von der Position aus. Das ist ein gutes Zeichen“, urteilt Philipp Lemke.

Optimierungsbedarf sieht er noch, was das Tempospiel angeht. „Wir schalten zu langsam um und erzielen viel zu wenige Gegenstoßtore“, hält Lemke fest. So richtig erklären könne er sich das nicht. „Im Training machen wir das ja auch, da geht es rauf und runter. Aber mehr Tempo heißt natürlich auch ein bisschen mehr Risiko. Und das will nicht unbedingt jeder immer gerne eingehen“, sagt Lemke.

Reinarz steht am Schaltpult

Das korrekte Abwägen von Chancen und Risiken gehört zu den Eigenschaften, die die Ahlener sich noch aneignen müssen. Bei der HSG Bergische Panther, dem nächsten Gegner am Sonntagnachmittag (17 Uhr), wird das einer der Faktoren sein, um abermals erfolgreich zu sein. „Wir müssen den Rückraum um Jens Reinarz in den Griff kriegen“, sagt Trainer Bertow. Bei den Hausherren stufen sie die Gäste von der Werse als Pflichtaufgabe ein.

Nach dem Heimspiel gegen die ASG folgen Partien gegen Minden 2, die Sauerland Wölfe und LiT Tribe Germania. „Das sind alles Gegner, die wir hinter uns lassen wollen. Unser Saisonziel ist Platz sechs bis neun. Wenn wir das erreichen wollen, müssen wir jetzt die Basis dafür legen“, wird Trainer Marcel Mutz auf „harzhelden.news“ zitiert. Die ASG ist nicht der einzige Verein, der sich im Zielkorridor bewegen möchte.  

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