Fußball: Oberliga Westfalen
An und über die Grenzen: RW Ahlen erwartet FC Gütersloh

Ahlen -

Kaum ist die Nachholpartie so halb aus den Knochen, wird es für Rot-Weiß Ahlen schon wieder ernst im Abstiegskampf. Am Sonntag empfängt der Oberligist den FC Gütersloh. Den Tabellenletzten bezeichnet Trainer Christian Britscho als „Mannschaft der Stunde“ und hat auch noch Recht damit.

Freitag, 29.03.2019, 15:30 Uhr aktualisiert: 29.03.2019, 15:46 Uhr
Jubelpose: Aus Christian Britscho brach nach dem späten Siegtreffer in Hamm einiges heraus. Der 1:0-Erfolg war im Abstiegskampf schließlich Gold wert. Nun geht es zu Hause gegen Gütersloh schon wieder um ganz viel für den Oberligisten. Foto: Marc Kreisel

Durchatmen im Abstiegskampf? Ist derzeit einfach nicht drin für Rot-Weiß Ahlen . Nur vier Tage nach dem Blut-, Schweiß- und Tränenduell beim direkten Konkurrenten von der Hammer Spielvereinigung steht dem Oberligisten am Sonntag schon der nächste Klopper ins Haus. In der Heimpartie gegen den (noch) Tabellenletzten FC Gütersloh erwartet RWA-Coach Christian Britscho die gleiche Intensität wie beim späten 1:0-Erfolg am Mittwochabend.

RWA nach Hamm-Spiel „komplett platt“

Nach dem aufreibenden Spiel in Hamm, das erst dank eines Treffers in der Nachspielzeit durch das Geburtstagskind Philipp Grodowski entschieden wurde , war den siegreichen Ahlenern nicht mal groß nach feiern.

Zu groß war die vorherige Anstrengung. „Wir haben wirklich alles investiert, was wir an Körnern in uns haben. In der Kabine sehe ich glückliche Gesichter, aber auch komplett platte“, hatte Britscho bei der Pressekonferenz nach Spielschluss gesagt. Und dass es nun darum gehe, die „Jungs wieder aufzupäppeln“.

Britscho: „Gütersloh ist Mannschaft der Stunde“

Das hat er mit leichten Trainingseinheiten am Donnerstag und Freitag versucht. Der Samstag soll dagegen komplett frei bleiben, denn gegen Gütersloh werden die Ahlener wohl wieder alle verbleibenden Körner brauchen. „Das ist die Mannschaft der Stunde“, sagt Britscho über den kommenden Gegner.

Die Ergebnisse geben ihm da Recht. Die Gütersloher holten in der kompletten Hinrunde nur 14 Punkte und waren damit Letzter. Das sind sie zwar immer noch. Aber in nur vier absolvierten Partien der Rückserie haben die Ostwestfalen nun schon sieben Zähler geholt und sich bis auf drei an die Nichtabstiegsplätze herangerobbt – bei noch zwei Nachholspielen in der Hinterhand.

Mit dem neuen Trainer kam der Erfolg

„Die haben unter dem neuen Trainer angefangen, Fußball zu spielen, und dazu noch in der Winterpause ein, zwei Neue geholt. Jetzt spielen die einen technisch guten Ball, sind dazu noch gallig. Man sieht bei ihnen eine ganz klare Handschrift“, sagt Britscho. Die Arbeit des erst 30-jährigen Julian Hesse, der zuvor die U23 des SC Verl betreute und dann in Gütersloh die Nachfolge von Dennis Brinkmann antrat, hat es ihm merklich angetan. „Gegen so einen Gegner wird es wieder ein Spiel, in dem man an und über seine Grenzen gehen muss“, mutmaßt Britscho. „Aber das wissen meine Jungs auch.“

Auch FCG mit Last-Minute-Tor

Falls sie es doch noch nicht wissen, müssten sie nur einen Blick in den Spielbericht der letzten FCG-Partie werfen. Denn die weist ein wahres Schützenfest gegen die TSG Sprockhövel aus, und zwar auf beiden Seiten. Am Ende stand es 5:5, weil Güterslohs Serdar Erdogmus in der Nachspielzeit noch zum Ausgleich traf. Abstiegskampf können sie eben auch anderswo. Das sollte wirklich Warnung genug sein.

Anstoß: Sonntag, 15 Uhr

Duellgrafik

Duellgrafik Foto: Manfred Krieg

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