Fußball: Oberliga Westfalen
Noch tiefer im Abstiegskampf: RW Ahlen wuchert in Holzwickede mit den Chancen

Ahlen -

Jetzt wird es noch einmal richtig brenzlig für Rot-Weiß Ahlen. Statt eines Befreiungsschlags gab es eine 2:3-Niederlage beim Holzwickeder SC. Der Oberligist ist damit noch weiter in den Abstiegskampf hineingezogen worden und steht nun als 14. ganz knapp vor der roten Zone. Nötig war das nicht.

Sonntag, 24.03.2019, 18:10 Uhr aktualisiert: 25.03.2019, 16:32 Uhr
Ein frustrierendes Spiel für Bernd Schipmann und Rot-Weiß Ahlen. Die Gäste waren bei Holwickede gut drin, verloren aber. Der Ahlener Torwart sah dabei nicht immer glücklich aus. Foto: Marc Kreisel

Jedenfalls nicht, wenn man die Leistungen der Gäste in Relation zum Ertrag setzt. Die Ahlener lieferten nämlich eigentlich eines ihrer besten Saisonspiele ab, hatten genug Chancen für gleich mehrere Partien, nutzten die jedoch ungenügend und ließen sich auf der anderen Seite drei Dinger einschenken.

Genau das war es auch, was Trainer Christian Britscho anschließend zu bemäkeln hatte: „Wir haben sicherlich kein schlechtes Spiel gemacht“, sagte er. „Aber wenn du in so einem Spiel drei Gegentore kriegst und am Ende noch etliche Hundertprozentige auslässt, darfst du dich eben auch nicht beschweren.“

Traumstart hält nur vier Minuten

Das von Britscho im Vorfeld als reines Kampfspiel betitelte Duell zweier Abstiegskontrahenten entwickelte sich für die Gäste zunächst traumhaft. Denn bereits nach vier Minuten verwertete Cihan Yilmaz eine Hereingabe von André Witt zum 1:0. Viel besser hätte der Start gegen einen eigentlich aufs Kontern bedachten Gegner kaum sein können.

Die Freude darüber hielt aber gerade mal vier Minuten an. Dann brachte Holzwickede eine Flanke aus dem Halbfeld in den Ahlener Strafraum, die Joshua Heinrichs fand. Dessen Kopfball-Bogenlampe überwand Schipmann und landete an der Unterkante der Latte – der 1:1-Ausgleich (8.). „Solche Gegentore können passieren, wenn die Flanke gut geschlagen ist – und das war sie“, fand Britscho. Die Treffer danach bereiteten ihm mehr Schmerzen.

Fußball-Oberliga: Holzwickeder SC - RW Ahlen

1/22
  • 20190324_180450.jpg Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Fußball-Oberliga: Holzwickeder SC - RW Ahlen Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Fußball-Oberliga: Holzwickeder SC - RW Ahlen Foto: Marc Kreisel
  • Fußball-Oberliga: Holzwickeder SC - RW Ahlen Foto: Marc Kreisel
  • Fußball-Oberliga: Holzwickeder SC - RW Ahlen Foto: Marc Kreisel
  • Fußball-Oberliga: Holzwickeder SC - RW Ahlen Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Fußball-Oberliga: Holzwickeder SC - RW Ahlen Foto: Marc Kreisel
  • Fußball-Oberliga: Holzwickeder SC - RW Ahlen Foto: Marc Kreisel
  • Fußball-Oberliga: Holzwickeder SC - RW Ahlen Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Fußball-Oberliga: Holzwickeder SC - RW Ahlen Foto: Marc Kreisel
  • Fußball-Oberliga: Holzwickeder SC - RW Ahlen Foto: Marc Kreisel
  • Fußball-Oberliga: Holzwickeder SC - RW Ahlen Foto: Marc Kreisel
  • Fußball-Oberliga: Holzwickeder SC - RW Ahlen Foto: Marc Kreisel

RWA reagiert gut auf zwei Nackenschläge

Nur weitere sechs Zeigerumdrehungen später versuchte nämlich Rene Lindner einen Ball abzugrätschen. Der jedoch prallte nach hinten statt nach vorne. Holzwickedes Sebastian Hahne reagierte gedankenschneller als Marco Fiore und staubte zum 2:1 für die Hausherren ab (14.). „Vorher haben wir im Mittelfeld schon nur Geleitschutz gegeben“, monierte Ahlens Trainer.

Von den beiden Wirkungstreffern zeigten sich seine Rot-Weißen aber noch relativ unbeeindruckt. Timon Schmitz hatte vor der Pause sogar beste Gelegenheiten, den Spielstand zu ändern. Erst nach Yilmaz-Zuspiel (27.) und wenig später nach Flanke von Mehmet Kara, als er volley aus 15 Metern abzog und Keeper Kevin Beinsen zu einer Glanzparade mit dem Fuß zwang (35.). Das bittere Fazit aus Ahlener Sicht lautete zu diesem Zeitpunkt, aus gefühlt 60 bis 70 Prozent Ballbesitz, einer guten taktischen Ordnung und genügend Chancen trotzdem nur einen 1:2-Rückstand gemacht zu haben.

Kurioses Tor zum 3:1 der Hausherren

Auch der Beginn der zweiten Hälfte könnte so ähnlich zusammengefasst werden. Die Anfangsviertelstunde nach Wiederanpfiff brachte zudem das kurioseste Tor der Partie: Nach Konter Holzwickedes schien die Gefahr schon gebannt. Der Ball war Richtung Grundlinie unterwegs. Von dort aber zog Nico Berghorst aus spitzem Winkel einfach mal ab und traf tatsächlich ins kurze Torwart­eck zum 3:1 (53.).

Nur drei Minuten später war es dann Ahlens Marko Onucka, der im gegnerischen Strafraum einen Ball runterpflückte und entscheidend zu Kara weiterleitete, der mit dem 3:2 den alten Abstand wiederherstellte.

Schipmann unterläuft zwei Bälle

Anschließend liefen die Ahlener jedoch Gefahr, den vorentscheidenden vierten Treffer zu kassieren, weil Keeper Schipmann zwei Mal beim Rauslaufen einen Ball unterlief und so den Hausherren allerbeste Chancen eröffnete. Die jedoch ließ Hahne ungenutzt (60.) bzw. Marco Fiore klärte die Situation gegen Berghorst (77.). Sieben Minuten später war dann Schipmann selbst gegen Berghorst zur Stelle (84.).

Einen Vorwurf wollte Britscho seinem Keeper aus den Szenen nicht machen. „Wenn der Torhüter versuchen muss, zu retten, was noch zu retten ist, passieren solche Szenen.“ Die eigentlichen Fehler hat seine Mannschaft also nach Ansicht des Trainers schon weiter vorne gemacht. Das betraf anschließend auch noch den Mannschaftsteil ganz vorne.

Chancen in der Nachspielzeit vergeben

Die Ahlener hatten in der Nachspielzeit nämlich selbst noch zwei exzellente Möglichkeiten durch Cihan Yilmaz. Der zielte frei vorm Tor jedoch nur auf den Schlussmann (92.) und traf dann die Latte (94.). „Insgesamt muss man festhalten, dass der Gegner nur fünf, sechs Versuche braucht für drei Tore, wir dagegen zehn für zwei. Das ist unser Problem, das wir abstellen müssen“, meint Britscho.

Der will vor dem für Mittwoch angesetzten Nachholspiel gegen die Hammer Spielvereinigung aber keine drei Punkte zur Pflicht erklären, auch wenn die Rot-Weißen sie dringend bräuchten. „Sich auf die Brust zu klopfen und was zu fordern, hilft niemandem weiter“, sagt Britscho.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6493617?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F57550%2F
Umgehungsstraße B 51 am Wochenende gesperrt
Zwischen Warendorfer und Wolbecker Straße: Umgehungsstraße B 51 am Wochenende gesperrt
Nachrichten-Ticker