Fußball: Oberliga Westfalen
RW Ahlen: Team und Trainer auf Tauchstation

Ahlen -

Bei der 1:3-Heimpleite gegen den Aufsteiger SV Schermbeck spielte RW Ahlen am Rande der Wahrnehmbarkeit. Nach dem dritten Gegentor hielt sich auch Trainer Schrank auffallend zurück. Dafür reklamiert er gute Gründe.

Sonntag, 09.09.2018, 19:38 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 09.09.2018, 18:24 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 09.09.2018, 19:38 Uhr
Zog sich nach dem 0:3 entnervt auf die Bank zurück und trat genauso wenig in Erscheinung wie seine Spieler: RW Ahlens Trainer Michael Schrank. Foto: Lars Gummich

Nach einem Auftritt am Rande der Wahrnehmbarkeit hat Rot-Weiß Ahlen sein Heimspiel gegen den SV Schermbeck verdientermaßen mit 1:3 verloren.

„Das war hinten zu anfällig und vorne zu harmlos“, urteilte Rechtsverteidiger Justin Perschmann treffend. Angreifer Marko Onucka schlug in dieselbe Kerbe: „Das war von vorne bis hinten nichts.“ Wie schon in den vorangegangenen Partien gegen Hamm, Brünninghausen und Erndtebrück gerieten die Ahlener auch gegen den Aufsteiger in Rückstand.

Schlafmützigkeit vor Gegentreffern

Die ersten beiden Gegentreffer waren erneut begünstigt durch Ahlener Schlafmützigkeit in der Defensivarbeit. Beim 0:1 von Dominik Milaszewski (36.), dessen Initialzündung eine verkorkste Flanke von Sebastian Stroemer war, behinderten sich André Witt und Giuliano Nieddu gegenseitig und ebneten den Gästen dadurch den Weg. Auch beim 0:2 (40.) kurz darauf herrschte Konfusion in der Hintermannschaft. Hier war Gökhan Turan der Nutznießer, der die Führung der Gäste ausbaute.

Fußball-Oberliga-Westfalen: RW Ahlen – SV Schermbeck

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Ahlener Offensivbemühungen waren bis zur Pause nicht einmal in Spurenelementen zu erkennen. „Das war in der ersten Hälfte gar nichts, in der zweiten immerhin ein Bemühen“, konstatierte Trainer Michael Schrank . Die mangelnde Arbeit gegen den Ball sei „auch eine Qualitätsfrage“, befand der RWA-Coach, der zugleich fehlende Einstellung, Kampf- und Laufbereitschaft anprangerte. Die Ruhe im Sturm wiederum führte er auf zu behäbiges, zu wenig ideenreiches Spiel zurück.

Schrank setzt auf Zurückhaltung

Mit dem 0:3 (54.) kurz nach Wiederbeginn per Kopfball durch Gökhan Turan dimmte Michael Schrank sein Engagement – ähnlich wie seine Spieler auf dem Feld – auf ein Minimum zurück. Er setzte sich auf die Bank, trat fortan nicht mehr am Spielfeldrand in Erscheinung. Kommandos gab es nur noch von seinem Assistenten Igor Bendovskyi. „Je schlimmer es wird, desto ruhiger werde ich. Mit Schreien erreicht man gar nichts. Es wäre der falsche Ratgeber, in solch einer Situation von außen draufzuhauen“, kommentierte Schrank seine Zurückhaltung.

Damit war auch er so etwas wie die Ruhe im Sturm, denn die Fans, die nach dem dritten Gegentor bereits „Trainer raus“-Rufe anstimmten, waren sichtbar aufgebracht. „Wenn man so spielt, braucht man sich über die Reaktion unserer Fans nicht zu wundern“, gestand Justin Perschmann selbstkritisch. Er bescheinigte sich und seinen Mitspielern „zu wenig Kampf und Leidenschaft“. Auch Mehmet Kara war gefrustet. „Das waren ganz billige Gegentore, die der Gegner ohne Aufwand erzielt hat. Wenn wir als Mannschaft nicht langsam besser gegen den Ball spielen, könnte es noch sehr ernst werden“, prophezeite Kara.

Zu allem Überfluss musste Kim Völkel mit Verdacht auf einen Muskelfasserriss ausgewechselt werden. Das reduziert die Optionen in der Defensive. Ruhe erscheint tatsächlich ein guter Ratgeber. Genug aufzuarbeiten, gibt es jedenfalls für RW Ahlen.

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