Safer Internet Day
So wehren sich User gegen Hass-Kommentare im Netz

78 Prozent der Internet-Nutzer haben laut einer Forsa-Studie von 2018 schon einmal Hass-Kommentare in den sozialen Medien, auf Blogs und Webseiten gesehen. Am "Safer Internet Day" (5.2.) ist die Online-Community aufgerufen, unter dem bundesweiten Hashtag #lauteralshass ein Zeichen gegen Hass im Netz zusetzen. Auch die Polizei Münster beteiligt sich an der Aktion. 

Dienstag, 05.02.2019, 16:50 Uhr aktualisiert: 05.02.2019, 17:18 Uhr
Teenager kommen über das eigene Smartphone oder den PC der Eltern früh mit Hasskommentaren in Berührung - und müssen lernen, sich sicher im Netz zu bewegen. Foto: Silvia Marks/dpa

Beleidigungen, hasserfüllte Kommentare, hämische Bilder oder Videos: Hass zeigt sich im Netz auf verschiedene Weise. Die EU-Initiative "klicksafe" hat dagegen den Hashtag in die Welt gesetzt: Wer sich beteiligen will, soll im Netz einen Kommentar, ein Bild oder ein Video teilen, lautet ein Aufruf auf der Homepage der Kampagne - und zwar versehen mit den Hashtags #lauteralshass, #klicksafe und #SID2019. Als Wiedererkennungsmerkmal soll ein Megaphon dienen, selbst gebastelt oder als PDF-Datei zum Ausdrucken auf der Webseite. 

Stars gegen Hass im Netz

Noch mehr Aufmerksamkeit für den Safer Internet Day sollte eine Aktion am Dienstag (5.2.) in Düsseldorf wecken: Die Musiker Eko Fresh und Afrob, Schauspieler Patrick Mölleken , Comedian Faisal Kawusi und zwei YouTuberinnen sprachen mit Schülerinnen und Schülern über Sicherheit im Netz.

Auf ihrer Webseite hat "klicksafe" außerdem Info- und Unterrichtsmaterial zur Verfügung gestellt über Formen von Hass im Internet, wie man ihn erkennt und wie man sich gegen ihn wehrt.

Medienkompetenz auch bei Kindern stärken 

Tipps, wie man sich im Netz sicher bewegt, gibt auch die Polizei Münster. Auf Twitter ruft sie Eltern dazu auf, mit ihren Kindern über ihr Verhalten im Netz zu sprechen: 

Zusätzlich weist sie darauf hin, wie ein sicheres Passwort aussieht - nämlich komplex und für jeden Account leicht abgewandelt: 

"Wir finden, das ist ein wichtiges Thema", sagt Lydia Pokriefke von der Pressestelle der Polizei Münster. "Wir sehen uns da in der Verpflichtung." Ziel sei es, das Bewusstsein in der Bevölkerung zu wecken, man lasse auch nicht seine Bankdaten irgendwo in der Fußgängerzone liegen. 

Wahrnehmung von Hass nimmt zu

Die Landesanstalt für Medien in Nordrhein-Westfalen hat bereits 2016 und 2017 Studien zum Thema Hass im Internet in Auftrag gegeben. Das Ergebnis aus dem letzten Jahr zeigt: Die Wahrnehmung von Hasskommentaren hat über die Jahre zugenommen.

So haben sich laut der aktuellen Studie 37 Prozent der Befragten bereits "näher mit einem Hasskommentar befasst" - einen Kommentar oder dessen Verfasser bei dem entsprechenden Portal gemeldet haben 26 Prozent - immerhin vier Prozentpunkte mehr als 2017. 

Beiträge zu #lauteralshass:

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6371369?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F1604524%2F2268861%2F
Anwohner parken im Parkhaus
Viele parkende Autos schränken die Nutzung der Schillerstraße als Fahrradstraße stark ein. Die Stadt Münster möchte das Anwohnerparken in diesem Bereich einschränken. Eine Möglichkeit könnten Anwohnerparkplätze im Parkhaus Bremer Platz sein.
Nachrichten-Ticker