Naturschützer fordern "Sonne statt Kohle"
Greenpeace-Aktivisten färben Straßen um Siegessäule gelb

Berlin -

Kreativer Protest von Greenpeace: Zum ersten Treffen der Kohlekommission in Berlin verwandelten Greenpeace-Aktivisten den Verkehrskreisel um die Siegessäule in eine riesige Sonne. 

Dienstag, 26.06.2018, 11:08 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 26.06.2018, 09:45 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 26.06.2018, 11:08 Uhr
Aktivisten der Umweltschutz-Organisation Greenpeace tragen rund um den Großen Stern an der Siegessäule ökologisch abbaubare und -waschbare Farbe auf. Foto: Foto: Greenpeace Germany/dpa

Greenpeace-Aktivisten haben die Straßen rund um die Berliner Siegessäule mit tausenden Litern gelber Farbe so gefärbt, dass sie aus der Luft wie eine Sonne aussehen. Anlass der Aktion ist das erste Treffen der Kohlekommission der Bundesregierung am Dienstag.

Unter dem Motto «Sonne statt Kohle» fordert Greenpeace einen konsequenten Klimaschutz. Nach eigenen Angaben verwendeten die Aktivisten 3500 Liter ökologisch abwaschbarer und umweltfreundlicher Farbe. Die Kohlekommission soll bis Ende des Jahres unter anderem ein Datum für den Ausstieg aus der Stromgewinnung aus Kohle vorschlagen.

Die Entscheidungen der Kommission sind zentral für die Zukunft des Rheinischen Reviers. Das Gremium soll bis Ende des Jahres unter anderem ein Datum für den Ausstieg aus der Stromgewinnung aus Kohle, einen Ausstiegspfad sowie Perspektiven für neue Jobs in den Kohleregionen wie der Lausitz vorschlagen. Außerdem geht es um Maßnahmen, wie die Lücke zu Klimaschutzzielen 2020 geringer gehalten werden kann. In der Kommission «Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung» sitzen Vertreter von Wirtschaft, Gewerkschaften, Umweltverbänden, Wissenschaft, Politik und betroffenen Regionen. 

Greenpeace-Aktivisten färben Straßen gelb

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  • Aktivisten der Umweltschutz-Organisation Greenpeace tragen am Dienstagmorgen (26.6.) rund um den Großen Stern an der Siegessäule ökologisch abbaubare und -waschbare Farbe auf.

    Aktivisten der Umweltschutz-Organisation Greenpeace tragen am Dienstagmorgen (26.6.) rund um den Großen Stern an der Siegessäule ökologisch abbaubare und -waschbare Farbe auf.

    Foto: Paul Zinken
  • Die Autos, die durch die Farbe fuhren, ließen den Kreisverkehr um die Berliner Siegessäule aus der Luft wie eine Sonne aussehen.

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  • Mit dem Farbprotest unter dem Motto "Sonne statt Kohle" protestieren sie gegen die Sitzung der Kohlekommission.

    Foto: Paul Zinken
  • Greenpeace-Aktivisten färben Straßen gelb Foto: Paul Zinken
  • Greenpeace-Aktivisten färben Straßen gelb Foto: Paul Zinken
  • Greenpeace-Aktivisten färben Straßen gelb Foto: Paul Zinken
  • Greenpeace-Aktivisten färben Straßen gelb Foto: Paul Zinken
  • Greenpeace-Aktivisten färben Straßen gelb Foto: Paul Zinken

Die Wirtschaftsminister der Kohle-Länder Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Brandenburg hatten vor der ersten Sitzung der Kommission vor übereilten Ausstiegsszenarien gewarnt. In einem Brief an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) kritisierten sie am Montag, dass die Bundesnetzagentur in einem kürzlich vorgelegten Entwicklungsplan den Ausstieg aus der Kohle beschleunigen wolle. Die Reduktion von Kraftwerkskapazitäten solle von 2030 auf 2025 vorgezogen werden. Das weise «für uns überraschend in die völlig falsche Richtung», sagte der nordrhein-westfälische Ressortchef Andreas Pinkwart (FDP).

Im Rheinischen Revier zwischen Köln und Aachen gibt es Abbaugenehmigungen bis 2045. Rund 10 000 Arbeitsplätze hängen dort direkt am Braunkohleabbau und der Verstromung.

Greenpeace setzt sich für den Ausstieg aus der Kohle ein. Die Protestaktion in Berlin ähnelt der, die die französischen Greenpeace-Aktivisten 2015 am Pariser Triumphbogen schon einmal inszenierten. Damals richtete sich der Appell an die Unterzeichner des historischen Klimaabkommens.

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Greenpeace-Aktion am Triumphbogen 2015 in Paris. Foto: dpa

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