Brände
Patient stirbt bei Feuer in Krankenhaus: Vermutlich geraucht

Dramatische Stunden: Als eine Schwester in ein Patientenzimmer geht, brennt es. Dem Patienten dort kann sie nicht mehr helfen, dafür aber vielen anderen Menschen auf der Station.

Freitag, 16.08.2019, 13:29 Uhr aktualisiert: 16.08.2019, 13:42 Uhr
Rettungskräfte stehen vor einem Krankenhaus in Mönchengladbach. Foto: Sascha Rixkens

Mönchengladbach (dpa) - Bei einem Brand in einem Krankenhaus in Mönchengladbach ist ein Patient ums Leben gekommen. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand das Bett des 51-Jährigen in Flammen, wie die Feuerwehr am Freitag mitteilte. Man müsse davon ausgehen, dass der Patient in seinem Bett geraucht habe, sagte ein Polizeisprecher. Der bettlägerige Mann sei Raucher gewesen. Experten hätten außerdem festgestellt, dass der Brandherd in dessen Bett gewesen sei.

Der Mann habe allein in dem Zimmer gelegen. Eine Schwester habe dem Mann nicht mehr helfen können, aber sofort vorbildlich dafür gesorgt, dass die anderen Patienten aus der Station weggebracht wurden, wie Polizeisprecher Jürgen Lützen sagte. Ihrer schnellen Reaktion sei es wohl zu verdanken, dass nicht noch weitere Menschen durch den dichten Rauch in der Station verletzt wurden. Am Ende blieb es bei drei Leichtverletzten durch Rauchgasvergiftungen.

Der Brand war in der Nacht zu Freitag auf einer internistischen Station im zehnten Stock der Klinik ausgebrochen, wie die Feuerwehr mitteilte. Durch ihr schnelles Eingreifen verhinderten die Einsatzkräfte den Angaben nach, dass sich das Feuer weiter ausbreitete. Es brannte allein in dem Patientenzimmer des Mannes.

Neben Kräften aus drei Feuer- und Rettungswachen waren auch Notfallseelsorger und Nothelfer der psycho-sozialen Unterstützung vor Ort. Die Patienten der betroffenen Station wurden nach Angaben des Krankenhauses innerhalb des Hauses auf eine andere Station verlegt.

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