Kirche
Steinmeier will bei Kirchentag vor digitaler Spaltung warnen

Gottesdienste, Workshops, Mitmachaktionen - der Kirchentag ist ein buntes Glaubensfest. Doch die Politprominenz will die Bühne auch für politische Botschaften nutzen. Den Anfang macht der Bundespräsident.

Donnerstag, 20.06.2019, 01:37 Uhr aktualisiert: 20.06.2019, 01:42 Uhr
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier spricht bei einer Veranstaltung im Schloss Bellevue. Foto: Jörg Carstensen

Dortmund (dpa/lnw) - Mit einer Rede von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird der Deutsche Evangelische Kirchentag in Dortmund heute fortgesetzt. Steinmeier will die Bühne bei der Großveranstaltung nutzen, um Unternehmen und die Politik zu ermutigen, sich aktiv in die Gestaltung der digitalisierten Welt einmischen. Unter der Überschrift «Zukunftsvertrauen in die digitale Moderne» will er laut Bundespräsidialamt auch über die drohende Gefahr einer Spaltung der Lebenswelten bei dem Thema sprechen.

Für den Nachmittag (14 Uhr) ist ein Podium zur Seenrotrettung an den europäischen Grenzen angesetzt. Palermos Bürgermeister Leoluca Orlando will sich im Gespräch mit Vertretern der evangelischen Kirche und Seenotrettern für eine menschlichere Flüchtlingspolitik und offene Häfen aussprechen. Hintergrund ist die Abwehrhaltung europäischer Staaten gegenüber Migranten, die über das Mittelmeer fliehen wollen, und der restriktive Umgang der italienischen Regierung mit Seenotrettern.

Bis Sonntag stehen beim Kirchentag weit mehr als 2000 Veranstaltungen auf dem Programm, erwartet werden insgesamt rund 118 000 Teilnehmer.

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