Evangelische Kirche
Steinmeier eröffnet Kirchentag im Ruhrgebiet

Dortmund -

Den Evangelischen Kirchentag in Dortmund leitet Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ein. Fünf Tage geht es vor allem um Vertrauen und Zusammenhalt. Daneben stehen beim Glaubensfest vor allem politische Themen auf der Agenda.

Mittwoch, 19.06.2019, 06:31 Uhr aktualisiert: 19.06.2019, 07:46 Uhr
«Was für ein Vertrauen», das Motto des Evangelischen Kirchentages 2019, steht an der Dachkrone des Dortmunder U. . Foto: Bernd Thissen

Mit einem Gottesdienst am Abend startet am diesem Mittwoch offiziell der 37. Evangelische Kirchentag in Dortmund. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet ( CDU ) reden bei der Eröffnung der Glaubensfestes (18.30 Uhr) in der Innenstadt. Bis Sonntag werden rund 100 000 Besucher aus 100 Ländern erwartet.

Unter der Losung „Was für ein Vertrauen“ geht es um Verunsicherung, sozialen Zusammenhalt, Gerechtigkeit, Zuwanderung, Integration, um Umwelt und Klimaschutz. Viele Prominente aus Politik, Wissenschaft, aus Gesellschaft und Kultur haben sich angekündigt. Auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) kommt ins Ruhrgebiet.

Prominente Gäste beim Kirchentag 2019

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    Über 2000 Veranstaltungen bilden den Kern des Kirchentags, der von 19. bis 23. Juni 2019 in Dortmund stattfindet. Auf dem Podium: viele Prominente. Ein Blick auf die Gästeliste in Bildern . . .

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Svenja Schulze

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Prof. Dr. Mouhanad Khorchide und Joachim Gauck

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Christian Wulff

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Münsters Türmerin Martje Saljé

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Hans Leyendecker

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Claudia Roth

    Foto: dpa
  • Anna Loos kommt mit ihrer neuen Band.

    Foto: dpa
  • Horst Köhler

    Foto: dpa
  • Heiko Maas

    Foto: dpa
  • Gesine Schwan

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Frank Walter Steinmeier

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Angela Merkel

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Winfried Kretschmann

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Eckart von Hirschhausen

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Annette Kurschus

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Dunja Hayali

    Foto: dpa
  • Ursula Heinen-Esser

    Foto: dpa
  • Kevin Kühnert

    Foto: dpa
  • Katrin Göring-Eckardt

    Foto: dpa
  • Verena Bentele

    Foto: dpa
  • Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar

    Foto: dpa

„Abend der Begegnung“ in der Dortmunder Innenstadt

Am ersten Tag soll auf den großen Gottesdienst ein „Abend der Begegnung“ in der Dortmunder Innenstadt folgen. Livemusik auf zahlreichen Bühnen, etwa von Anna Loos, ein kreatives, buntes Mitmach-Programm und rund 300 Stände sind geplant. Zum „Segen zur Nacht“ sollen Zehntausende ihre Kerzen entzünden und Teile der Stadt ab 22.30 Uhr in ein Lichtermeer verwandeln.

Kirchentagspräsident Hans Leyendecker strebt auch einen „politisch guten Kirchentag“ an und will „die Zerrissenheit in der Gesellschaft ein Stück überwinden“. Viele brisante Themenkomplexe wie Fremdenfeindlichkeit, Verrohung, Antisemitismus oder Missbrauch in der Kirche kommen auf die Podien. Die Entscheidung des Präsidiums, AfD-Funktionären keine Bühne zu bieten, war auch auf Kritik gestoßen.

Hochkarätige Gesprächsrunden

Am Donnerstag redet Steinmeier in der Westfalenhalle über „Zukunftsvertrauen in der digitalen Moderne“. Zu den Top-Terminen gehören auch eine Runde mit dem früheren Bundespräsidenten Joachim Gauck zum Thema „German Angst“ oder mit seinem Amtsvorgänger Christian Wulff zur Rolle des Islam. Am Samstag spricht Bundeskanzlerin Merkel über Vertrauen in der internationalen Politik.

Hochkarätig geht es weiter: Außenminister Heiko Maas (SPD) und der kongolesische Arzt und Friedensnobelpreisträger Denis Mukwege äußern sich zur Frage, welche Verantwortung Deutschland in der Welt trägt.

Und Familienministerin Franziska Giffey (SPD) diskutiert mit Dortmunds OB Ullrich Sierau (SPD) über Gerechtigkeit 30 Jahre nach dem Mauerfall. Um die Grenze zwischen konservativer und rechtspopulistischer Politik geht es beim Ministerpräsidenten-Duo Markus Söder (CSU) aus Bayern und Winfried Kretschmann (Grüne) aus Baden-Württemberg.

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