Welthandel
Deutsche Stahlindustrie fordert besseren Schutz vor Importen

Düsseldorf (dpa) - Die deutsche Stahlindustrie fordert mehr Schutz vor den Folgen der in den USA verhängten Strafzölle auf Stahlimporte. Die bisherigen Maßnahmen der EU hätten nicht gereicht, um Ausweichlieferungen nach Europa zu verhindern, kritisierte die Wirtschaftsvereinigung Stahl am Dienstag. «Bereits im vergangenen Jahr sind die Stahlimporte in die EU um 11 Prozent auf ein neues Rekordniveau von 45 Millionen Tonnen gestiegen, während sie in den USA um 13 Prozent gesunken sind», sagte der Präsident des Branchenverbands, Hans Jürgen Kerkhoff, laut Mitteilung.

Dienstag, 04.06.2019, 16:30 Uhr aktualisiert: 04.06.2019, 16:42 Uhr
Ein Mitarbeiter reinigt im Stahlwerk der Salzgitter AG eine Roheisenpfanne. Foto: Christophe Gateau

Die Absicht der EU-Kommission , die Menge der zollfreien Stahleinfuhren weiter zu erhöhen, würde «unmittelbar zu Lasten der heimischen Industrie gehen», deren konjunkturelle Lage sich eingetrübt habe, warnte Kerkhoff . Nach Angaben der Wirtschaftsvereinigung soll das Kontingent an zollfreien Stahleinfuhren zum 1. Juli um 5 Prozent steigen. Auf Importe oberhalb dieser Freimengen muss Zoll in Höhe von 25 Prozent gezahlt werden.

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