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NRW-Innenminister: Kein Rücktritt wegen Pannen im Fall Lügde

Düsseldorf (dpa/lnw) - Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) lehnt einen Rücktritt wegen der Polizeipannen im Missbrauchsfall Lügde ab. «Da kann ich nicht mit dienen im Moment», sagte Reul am Samstag bei einem Landesparteitag der NRW-CDU in Düsseldorf.

Samstag, 04.05.2019, 15:45 Uhr aktualisiert: 04.05.2019, 15:52 Uhr
Herbert Reul (CDU), Innenminister von Nordrhein-Westfalen. Foto: Federico Gambarini

Bei der Aufdeckung des massenhaften Kindermissbrauchs auf dem Campingplatz im lippischen Lügde war es zu zahlreichen Fehlern und Versäumnissen der Polizei gekommen. Unter anderem sind 155 CDs und DVDs aus der Obhut der Polizei verschwunden und weitere Beweismittel übersehen worden. Die SPD-Opposition hatte Reul daraufhin aufgefordert, als oberster Polizeichef zurückzutreten, weil er sein Versprechen, lückenlos aufzuklären, nicht einlöse.

Auch bei der Polizei passierten Fehler, räumte Reul ein. «Es gehört dazu, dass der Chef sagt: So geht es nicht, das müssen wir ändern.» Dass ihm deswegen vorgeworfen werde, er kritisiere alle Polizisten, sei aber «großer Quark». Tatsächlich machten rund 40 000 Polizisten in NRW «einen Super-Job». Natürlich seien aber «noch nicht alle Probleme vom Tisch».

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