Kriminalität
Familiäre Drogenproduktion: Urteil erwartet

Auf einem entlegenen Hof sollen zwei Brüder am Niederrhein jede Menge Amphetamin produziert haben. Jetzt ist das Gericht am Zug.

Mittwoch, 03.04.2019, 02:26 Uhr aktualisiert: 03.04.2019, 02:32 Uhr

Kleve (dpa/lnw) - Im Prozess gegen eine mutmaßliche Drogenbande, die auf einem Hof am Niederrhein in großem Stil Amphetaminöl hergestellt haben soll, wird heute das Urteil erwartet. Nach Berechnung der Staatsanwaltschaft sollen zwei 32 und 28 Jahre alte Brüder auf dem Hof ihrer Mutter mit Unterstützung eines Hofarbeiters insgesamt über 2000 Liter Amphetaminöl produziert haben. In der weiteren Verarbeitung habe das für 9,2 Tonnen konsumfertiges Amphetamin gereicht. Die Anklage hatte vor dem Landgericht in Kleve Haftstrafen von bis zu elf Jahren und sechs Monaten gefordert.

Als eine Spezialeinheit der Polizei vor einem Jahr den Hof in Wachtendonk im Kreis Kleve gestürmt hatte, fanden die Ermittler die professionelle Einrichtung mit acht Kochstellen. Ein weiterer Angeklagter soll das Amphetaminöl weiterverkauft haben. Das Landeskriminalamt sprach von einem außergewöhnlich großen Fall: Bundesweit seien 2017 etwa 1,7 Tonnen Amphetamine sichergestellt worden.

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