Agrar
Mobile Hühnerställe: AfD sieht «Grundsatzdebatte»

Düsseldorf (dpa/lnw) - Fahrbare Hühnerställe beschäftigen den nordrhein-westfälischen Landtag und die Regierung. Die AfD-Opposition sieht «eine Grundsatzdebatte in der Gesellschaft» über die reisenden Eierleger und forderte eine Positionierung der Landesregierung. Schließlich gingen Anwohner häufig wegen Lärm- und Geruchsbelästigung gegen mobile Hühnerställe vor, argumentierte der AfD-Abgeordnete Andreas Keith in einer Anfrage. An mobilen Hühnerställen können frische Eier gekauft werden und sie stehen oft nicht auf den Geländen von Bauernhöfen.

Montag, 25.02.2019, 13:49 Uhr aktualisiert: 25.02.2019, 14:02 Uhr

Für die Einkommenssicherung landwirtschaftlicher Betriebe seien die rollenden Hühnerställe «ein gewichtiger Beitrag», stellte die Landesregierung in ihrer am Montag veröffentlichten Antwort fest. An gut frequentierten Verkehrswegen in der Nähe großer Städte ließen sich sehr gute Erlöse erzielen, die erheblich über den branchenüblichen Gewinnen lägen. «Der Markt für Eier aus dieser Haltungsform ist momentan nicht gesättigt.»

Zwischen 2014 und 2018 seien in NRW Beihilfen für 55 Mobilställe gezahlt worden und 16 weitere Förderanträge bereits bewilligt. Insgesamt müssten vor der Aufstellung allerdings elf Gesetze und Verordnungen von Land und Bund beachtet werden. Der Platzbedarf der fahrenden Tiere sei genauso groß wie in der konventionellen Haltung. Auch eine Haltung ausschließlich im Mobilstall stehe «nicht im Widerspruch zur Tierschutznutztierhaltungsverordnung».

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