Wölfin in der Senne-Landschaft
NRW weist zweites Wolfsgebiet in Ostwestfalen aus

Düsseldorf -

In Nordrhein-Westfalen ist vermutlich eine zweite Wölfin heimisch geworden. Die Landesregierung hat ein 922 Quadratkilometer großes Gebiet zwischen Bielefeld, Paderborn und Detmold zum Wolfsgebiet erklärt. 

Donnerstag, 20.12.2018, 11:25 Uhr aktualisiert: 20.12.2018, 18:17 Uhr
Ein Wolf ist zu sehen. Foto: Monika Skolimowska

Den Behörden lägen inzwischen genügend Nachweise und Anhaltspunkte vor, so dass von einer standorttreuen Wölfin ausgegangen werden könne, teilte Umweltministerin Ursula Heinen-Esser ( CDU ) am Donnerstag in Düsseldorf mit.

Mit der Ausweisung des neuen Wolfsgebietes können ab sofort Fördergelder für den Schutz von Tierherden beantragt werden. Das gelte auch für eine Pufferzone um das eigentliche Wolfsgebiet herum, womit insgesamt knapp 3400 Quadratkilometer Fläche abgedeckt würden. Der Truppenübungsplatz Senne, der im Zentrum des Wolfsgebiets liegt, ist landschaftlich stark von Heide, Moor und Wald geprägt. Für den Wolf gilt das als ein idealer Standort.

Verhaltenstipps bei einer Wolfsbegegnung

1/8
  • Wie verhalte ich mich richtig, wenn ich einem Wolf in freier Wildbahn begegne? Das NRW-Umweltministerium gibt für den „äußerst unwahrscheinlichen“ Fall folgende Tipps:

    Wie verhalte ich mich richtig, wenn ich einem Wolf in freier Wildbahn begegne? Das NRW-Umweltministerium gibt für den „äußerst unwahrscheinlichen“ Fall folgende Tipps:

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Nicht versuchen, sich dem Wolf zu nähern, ihn anzufassen oder zu füttern!

    Das Bild zeigt „Wolfsflüsterer“ Jos de Bruin im Naturwildpark „Granat“ in Haltern-Lavesum.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Nicht weglaufen, am besten stehen bleiben und abwarten, bis sich der Wolf zurück zieht.

    Foto: Patrick Pleul (dpa)
  • Wenn man selbst den Abstand vergrößern will, langsam zurück ziehen.

    Foto: Bernd Thissen (dpa)
  • Man kann den Wolf auch vertreiben, indem man auf sich aufmerksam macht, zum Beispiel, indem man das Tier laut anspricht, in die Hände klatscht oder mit den Armen winkt.

    Foto: Julian Stratenschulte (dpa)
  • Da Wölfe die Nähe des Menschen mieden, sei es selbst in einem Gebiet, in dem Wölfe ihr Revier haben, äußerst unwahrscheinlich, ein Tier zu Gesicht zu bekommen, betont das Umweltministerium.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Vor allem bei jungen und unerfahrenen Wölfen könne es aber vorkommen, dass die Neugier stärker sei, als die Furcht.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Jede Sichtung eines Wolfs sollte möglichst bald an das zuständige Landesumweltamt gemeldet werden – in NRW unter der Nummer 02361-3050 (werktags) bzw. 0201-714488 (außerhalb der Geschäftszeiten und am Wochenende) oder per E-Mail wolf_nrw@lanuv.nrw.de erreichbar.

    Foto: Gunnar A. Pier

Im Bereich Schermbeck im Kreis Wesel am Niederrhein gibt es bereits ein Wolfsgebiet von ähnlicher Größe. Auch hier ist eine Wölfin heimisch geworden, nachdem der Wolf vor 180 Jahren in den Landschaften des heutigen Nordrhein-Westfalens ausgerottet wurde. Die Rückkehr des Wolfes erfolgt nicht ohne Konflikte. Gerissene Schafe sorgen für Diskussionen, Landwirte fordern schnelle Entschädigungen.

 

Gutachten zum Wolf in Westfalen vorgestellt

1/12
  • 01 Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Clemens Freiherr von Oer (Vorsitzender des Verbandes der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Westfalen-Lippe) bei der Vorstellung des Wolf-Gutachtens am 8. August 2017 on der WLV-Geschäftsstelle in Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Im Allwetterzoo friedliche Besuchermagneten: Timberwölfe.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Dr. Matthias Quas (WLV-Vertreter im Landesjagdbeirat NRW), Laura Jacobs (WLV-Pressestelle), Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel (Diplom-Biologe, Professor für Zoologie an der FU Berlin), Johannes Röring (Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands), Clemens Freiherr von Oer (Vorsitzender des Verbandes der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Westfalen-Lippe) und Jürgen Reh (Rechtsanwalt und Geschäftsführer des Verbandes der Jagdg...) bei der Vorstellung des Wolf-Gutachtens am 8. August 2017 on der WLV-Geschäftsstelle in Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel (Diplom-Biologe, Professor für Zoologie an der FU Berlin), Johannes Röring (Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands), Clemens Freiherr von Oer (Vorsitzender des Verbandes der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Westfalen-Lippe) bei der Vorstellung des Wolf-Gutachtens am 8. August 2017 on der WLV-Geschäftsstelle in Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Johannes Röring (Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands) bei der Vorstellung des Wolf-Gutachtens am 8. August 2017 on der WLV-Geschäftsstelle in Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Clemens Freiherr von Oer (Vorsitzender des Verbandes der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Westfalen-Lippe) bei der Vorstellung des Wolf-Gutachtens am 8. August 2017 on der WLV-Geschäftsstelle in Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel (Diplom-Biologe, Professor für Zoologie an der FU Berlin) bei der Vorstellung des Wolf-Gutachtens am 8. August 2017 on der WLV-Geschäftsstelle in Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Im Allwetterzoo friedliche Besuchermagneten: Timberwölfe.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Im Allwetterzoo friedliche Besuchermagneten: Timberwölfe.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Im Allwetterzoo friedliche Besuchermagneten: Timberwölfe.

    Foto: Gunnar A. Pier

 

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6270695?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F22265%2F
Wenn Tische zu Tanzflächen werden
37. Auflage von „Altstadt live“: Wenn Tische zu Tanzflächen werden
Nachrichten-Ticker