Parteien
Enttäuschung im Kreisverband von Merz

Meschede (dpa/lnw) - Nach der knappen Niederlage von Ex-CDU-Fraktionschef Friedrich Merz im Kampf um die Parteispitze zeigen sich die Parteifreunde in seinem Heimatkreisverband im Hochsauerland zwar enttäuscht. Eine Austrittswelle gibt es aber nach Angaben des Verbands nicht.

Montag, 10.12.2018, 12:29 Uhr aktualisiert: 10.12.2018, 12:42 Uhr
Ein leuchtendes CDU-Logo an einem Gebäude. Foto: Kay Nietfeld

«Natürlich sind Mitglieder enttäuscht, auch ich persönlich», sagte der Kreisverbandschef und Landtagsabgeordnete Matthias Kerkhoff am Montag. Das wirke sich aber nicht überdurchschnittlich aus auf Ein- oder Austritte, hier gebe es relativ normale Schwankungen, sagte Kerkhoff. «Einige wenige Mitglieder haben ihren Austritt telefonisch angekündigt, einen davon haben wir schon wieder überzeugt», sagte ein Sprecher. Der Kreisverband hat rund 5000 Mitglieder.

Ähnlich sah es NRW-weit aus: «Im Moment gibt es keine Anzeichen dafür, dass reihenweise enttäuschte Mitglieder austreten», sagte eine Sprecherin des CDU-Landesverbandes.

Es sei nachvollziehbar, dass Merz nach der Niederlage für die Parteispitze nicht für Beisitzerposten oder andere höhere Parteiämter kandidiert habe, sagte Kerkhoff. «Sein Angebot war die Mitarbeit als Parteivorsitzender.» Einsatz für die CDU könne man aber auch ohne Bundesvorstandsämter zeigen. Nun komme es darauf an, die Partei zusammenzuhalten. Die neue Vorsitzende müsse zeigen, dass sie «die Ansprache von Merz aufnimmt». Wichtig sei es unter anderem, rechte Strömungen wieder in die CDU zu integrieren.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6248718?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F22265%2F
Vom vermissten 20-Jährigen fehlt weiter jede Spur
Die Wasserschutzpolizei hatte bereits am Dienstag im Kanal nach dem Vermissten gesucht. Seit Mittwoch waren auch Taucher im Einsatz.
Nachrichten-Ticker