Auf den Ernstfall vorbereitet sein
Landesweiter Warntag: Innenminister lässt Sirenen heulen

Düsseldorf/Münster -

Am kommenden Donnerstag heulen in NRW die Sirenen - zur Probe. Beim ersten landesweiten Warntag, den das Innenministerium ausgerufen hat, werden aber auch moderne Instrumente ausprobiert, um die Bevölkerung im Ernstfall zu informieren - etwa die Warn-App «Nina».

Samstag, 01.09.2018, 14:39 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 01.09.2018, 11:33 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Samstag, 01.09.2018, 14:39 Uhr
Die Notfall-Informations- und Nachrichten-APP "NINA" ist auf einem Bildschirm zu sehen. Foto: Rolf Vennenbernd

Die nordrhein-westfälische Landesregierung lässt zum ersten landesweiten Warntag am kommenden Donnerstag die Sirenen heulen. Ab 10 Uhr werde es zu Probealarmen kommen, kündigten mehrere Kommunen bereits an. Zusätzlich zu den Sirenen wird über die Warn-App «Nina» landesweit eine Probewarnmeldung versendet.

Warnsignale nicht mehr bekannt

Häufig wüssten Bürger nicht mehr, was Warnsignale bedeuten oder wie man sich im Ernstfall richtig verhält, erklärte die Feuerwehr in Soest. Durch den Warntag soll dies wieder ins Bewusstsein gerückt werden. Der landesweite Warntag solle künftig zwei Mal im Jahr stattfinden: an jedem ersten Donnerstag im März und im September.

Unterschiedliche Ereignisse der letzten Jahre wie Unwetter und Großbrände haben nach Einschätzung des Innenministeriums NRW gezeigt, dass sich die Menschen oftmals nicht ausreichend gewarnt und informiert fühlten.

Unterschiedliche Warntöne

Es gibt verschiedene Warntöne, die jeweils eine bestimmte Bedeutung haben. Schwillt der Ton eine Minute lang an und ab wie eine Sinuskurve, liegt eine akute Gefahr vor. Ein gleichbleibender Ton zeigt an, dass die Gefahr vorüber ist. Ein Dauerton, der pro Minute zweimal unterbrochen wird, alarmiert die Feuerwehr.

Am landesweiten Warntag kommen neben einigen noch oder wieder vorhandenen fest installierten Sirenen auch mobile Anlagen zum Einsatz, die zum Beispiel auf Feuerwehrfahrzeugen installiert werden können. Zudem wird es Informationen über das Radio sowie eine Probewarnmeldung über die Warn-App „NINA“ (Notfall-Informations- und Nachrichten App des Bundes) geben.

Die Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes - kurz: Nina - versendet standortbezogen Warnmeldungen des Bevölkerungsschutzes für unterschiedliche Gefahrenlagen. Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes und Hochwasserinformationen sind integriert.

Was im Ernstfall zu tun ist

Wie soll man sich im Ernstfall verhalten? Tobias Plogmaker, Pressesprecher der Feuerwehr Nottuln, erklärt, worauf die Bürger achten sollen: „Bewahren Sie Ruhe und suchen Sie Gebäude oder Wohnungen auf. Informieren Sie ihre Nachbarn und schließen Sie Türen und Fenster.“ Wichtig sei auch, einen Lokalsender im Radio einzuschalten. Bei Stromausfall kann man das Autoradio dafür benutzen. Und: „Blockieren Sie die Notrufe 110 und 112 nicht. Rufen Sie diese nur im Notfall an!

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