Medizinische Mythen
Lesen bei schlechtem Licht: Ist das schädlich?

Man kennt das ja: ein gemütliches, schummriges Plätzchen, dazu ein Buch oder die Zeitung. Endlich mal in Ruhe lesen. Und dann: Fangen die Augen an zu brennen, sie jucken. Ein kurzes Nickerchen statt unterhaltsamer Lektüre. Liegt es vielleicht am Licht? Unser Redaktionsmitglied Stefan Werding hat Professorin Nicole Eter, Direktorin der Augenklinik des Universitätsklinikums Münster, gefragt.

Dienstag, 27.02.2018, 16:02 Uhr

Bei schlechter Beleuchtung ist es deutlich anstrengender zu lesen. Foto: Colourbox.de

Angeblich schadet es den Augen, bei schlechtem Licht zu lesen. Stimmt das?

Professor Dr. Nicole Eter : Eine Schädigung der Augen durch Lesen bei schlechtem Licht lässt sich nicht nachweisen. Bei nicht ausreichender Beleuchtung ist es jedoch deutlich anstrengender zu lesen, sodass man dabei schneller ermüdet.

Können die Augen eigentlich „müde“ werden?

Eter: Das Lesen wird mühsamer und anstrengender, da bei schlechter Beleuchtung die Pupille weiter wird, was zu vermehrter sphärischer Aberation führt (Anmerkung der Redaktion: Dann fallen Lichtstrahlen nicht mehr in einem Punkt zusammen, wenn sie durch die Linse gedrungen sind). Dadurch wird das Bild unschärfer.

Professor Dr. Nicole Eter, Direktorin der Augenklinik am UKM

Professor Dr. Nicole Eter, Direktorin der Augenklinik am UKM Foto: UKM

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