Windfang auf städtischem Grund verzögert den Kino-Umbau
33 Jahre alter Rückschlag

Burgsteinfurt -

Zwischendurch hätten sie am liebsten schonmal die Brocken hingeworfen: Im vergangenen Jahr haben Stefanie und Tobias Hamer das Gebäude gekauft, in dem ihr Kino und das ehemalige Restaurant „Al Gallo“ beheimatet sind. Und hatten gehofft, in diesem Sommer mit dem Umbau fertig zu sein: Aus den beiden baulich getrennten Einheiten sollte ein großer, zusammenhängender Kinobereich mit einem geräumigen Foyer und einem weiteren Kinosaal werden.

Mittwoch, 21.03.2018, 19:03 Uhr

Stefanie und Tobias Hamer wollen den Umbau bis zur Fußball-WM über die Bühne gebracht haben. Foto: Bernd Schäfer

Aber wie das so oft bei Bauarbeiten ist: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Der Rückschlag für die Hamers ist schon 33 Jahre alt, kam aber trotzdem wie aus dem Nichts und in Form des rund zwölf Quadratmeter großen Windfangs vor dem „Al Gallo“-Eingang. Der steht nämlich auf städtischem Grund – ein Umstand, der bislang offenbar niemandem aufgefallen war. Er ist in allen Bauplänen eingezeichnet, damals vom Bauamt abgenommen worden – obwohl er eigentlich gar nicht da sein dürfte.

Drei Jahrzehnte lang fielen die annektierten zwölf städtischen Quadratmeter niemandem auf. Bis die neuen Kinobesitzer ihren Bauantrag einreichten und ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung stutzig wurde. „Da mussten wir die ganze Baustelle erst einmal lahm legen“, denkt Stefanie Hamer mit Schaudern zurück. Lange Zeit tat sich nichts – und bei den Hamers machte sich der Frust breit. „Zwischendurch waren wir kurz davor zu sagen, wir verkaufen alles wieder“, gibt Tobias Hamer zu. Mitarbeiter und Besucher redeten den beiden aber immer wieder Mut zu. Schließlich wendeten sich die beiden direkt an die Bürgermeisterin – mit Erfolg: Bei einem Gespräch mit Claudia Bögel-Hoyer und Mitarbeitern der Stadtverwaltung erhielten sie jetzt die gute Nachricht, dass sich eine Lösung finden werde – und sie auf jeden Fall die Baugenehmigung erhalten.

Damit kann es jetzt weitergehen. Bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft soll das ehemalige „Al Gallo“ fertig umgebaut sein, darin entsteht eine Sportsbar mit Kicker, Billard und Außengastronomie sowie Snacks wie Flammkuchen, Waffeln und natürlich Pommes.

„Unsere Mitarbeiter ziehen toll mit und unterstützen uns enorm“, hoffen Stefanie und Tobias Hamer, beim ersten Anstoß der WM fertig zu sein.

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