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Gebüffelt wird hier weiterhin

Warendorf -

Bildung steht weiterhin im Fokus des Gebäudes Von-Ketteler-Straße 42: In das frühere Haus der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf ziehen ab dem 28. August die Oberstufenschüler von nebenan ein.

Montag, 17.06.2019, 22:00 Uhr aktualisiert: 18.06.2019, 17:28 Uhr
Ein symbolisches Kunstwerk weist draußen noch auf die frühere handwerkliche Arbeit im Gebäude Von-Ketteler-Straße 42 hin. Foto: Joke Brocker

Ganze Generationen von Handwerkern haben das Aus- und Weiterbildungsangebot genutzt und das Gebäude der Kreishandwerkerschaft (KH) Steinfurt-Warendorf an der Von-Ketteler-Straße 42 mit Leben gefüllt. In der Geschäftsstelle wurde fleißig ge-netzwerkt, während ansprechende Düfte aus der Lehrküche kamen.

Nun steht das Gebäude mit den markanten weißen Fensterzügen leer. Während das neue KH-Geschäftsbüro im Nebengebäude des Kreishauses an der Waldenburger Straße zwei neue Räume im Bereich der Jobcenterverwaltung bezogen hat, ist der Bereich Ausbildung, Qualifikation und Weiterbildung nach Beckum verlagert worden (wie berichtet).

Aus zwei Gründen: weil die Kreishandwerkerschaft nur noch einen zentralen Ort im Kreis haben wollte, und weil sich in Beckum die überbetrieblichen Lehrwerkstätten für die Qualifizierung der Auszubildenden im Handwerk befinden.

ZDI hat schon den Förderzuschlag vom NRW-Wirtschaftsministerium bekommen.

Schulamtsleiter Udo Gohl

In das Gebäude an der Ketteler Straße in Warendorf zieht bald neues Leben ein. Es geht in Sachen Bildung weiter, die Besucher werden indes jünger. Denn die Kreishandwerkerschaft verkaufte das Haus für 2,1 Millionen Euro an die Stadt Warendorf. Die konnte es gut gebrauchen – als neues Gebäude für die Gesamtschule. Die hatte die KH schon länger zum direkten Nachbarn.

„So soll der für die Oberstufe entstehende Raumbedarf im Wesentlichen gedeckt werden“, sagte Schulamtsleiter Udo Gohl im WN-Gespräch. Praktisch ist, dass im Gebäude nicht viel für den künftigen Schulbetrieb umgebaut werden muss. „Einige Türen müssen modernisiert werden und ein weiterer Rettungsweg muss geschaffen werden“, so Gohl.

„Ab dem 28. August findet in den meisten Räumen der Unterricht für die rund 120 Oberstufenschüler statt“, so Gertrud Korf , Leiterin der Gesamtschule. Andere Räume im Gebäude, wie etwa die komplett geflieste Leerküche, würden perspektivisch neu geplant – für eine Öffnung zum Sommerhalbjahr 2020. Es wurde überprüft, ob die Ex-Küche genutzt werden könnte. „Sie wurde aber für die Großgastronomie konzipiert und eignet sich nicht für den Hauswirtschaftsunterricht.“, sagte Korf, „unsere Schüler versorgen sich im ,Bistro 32‘ der Freckenhorster Werkstätten.“ Das liegt auch in direkter Nachbarschaft.

Unsere Schüler versorgen sich im ,Bistro 32‘.

Gertrud Korf

Die ehemalige Holz-und Metallwerkstatt ist noch nicht schulisch verplant. Mit der ZDI (Zukunft durch Innovation) im Kreis Warendorf werden noch Gespräche geführt – für ein MINT-Schülerlabor oder ähnliches. „ZDI hat schon den Förderzuschlag vom NRW-Wirtschaftsministerium bekommen“, sagte Gohl, „für ein Projekt sowohl für die Gesamtschule als auch für das Gymnasium Laurentianum“.

Gertrud Korf freut sich über die künftig deutlich kürzeren Wege. „Es ist schön, die Oberstufe gemeinsam in einem Gebäude unterrichten zu können.“ Und direkt nebenan. Die Fünft- bis Siebtklässler werden weiterhin an der Kapellenstraße unterrichtet.

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