Platzknappheit in Einener Grundschule
Eigentlich müssten drei Räume her

EInen -

Wachsende Betreuungsbedarfe in OGS und Bis-Mittag-Betreuung bringen Raumbedarfe mit sich. Das ist schwierig in einem 120 Jahre alten Schulhaus, wenn absehbar nur noch eine Eingangsklasse prognostiziert wird.

Freitag, 14.06.2019, 17:02 Uhr
Schulleiterin Andrea Schulz (M.) und OGS-Leiterin Alexandra Füchte (4.v.r.) verdeutlichten die Platzknappheit in der Einener Grundschule bei der Über-Mittag-Betreuung der Kinder. Aus den gewünschten drei zusätzlichen Räumen wird aber wohl vorerst nichts. Foto: Jörg Pastoor

Am liebsten hätte die Leitung der Einener Grundschule ja drei zusätzliche Räume für den Betrieb der Offenen Ganztagsschule: einen für die Hausaufgabenbetreuung, einen zum Spielen und einen für die Aufsicht. Steigender Bedarf an Förderangeboten, wachsende Nachfrage nach OGS-Betreuung, die laut Schulausschuss-Vorsitzendem Bernhard Ossege durchaus bald von 50 auf 70 Prozent der Schulkinder steigen könnte – das sind Fakten, mit denen die Schule auch laut Leiterin Andrea Schulz täglich zu tun hat.

Aufgrund der aktuell für die nächsten Jahre zu erwartenden Schülerzahlern war Erster Beigeordneter und Kämmerer Dr. Martin Thormann da eigenen Angaben zufolge aber „etwas zurückhaltend", was die Wünsche der Schule angeht. Prognostisch sei für das Schuljahr 2022/`23 „im Prinzip ausgeschlossen, dass zwei Klassen in Einen gebildet werden“, meinte Thormann Donnerstag im Kultur- und Schulausschuss. Dessen Sitzung hatte Bernhard Ossege nicht in die Grundschule verlegt, weil er selbst da 60 Jahre zuvor eingeschult worden war, sondern auf Anregung von Mechtildis Wissmann ( CDU ).

Ein Raum zusätzlich reicht offenbar nicht aus.

Mechtildis Wissmann (CDU)

Für sie und ihr Team, das hatte Schulleiterin Andrea Schulz bei einer Führung durch das in Teilen 120 Jahre alte Gebäude betont, gehe es um räumliche Belange. „Das beschäftigt uns schon lange.“ Die Offene Ganztagsschule und die Betreuung bis zum frühen Nachmittag nehmen rund 50 Kinder in Anspruch; Tendenz wachsend, weil es immer häufiger alleinerziehende Eltern oder Patchwork-Familien gebe.

Martin Thormann hingegen fand, das Raumprogramm in der Schule sei „so schlecht nicht." Wenn nun also absehbar keine zwei Eingangsklassen gebildet werden könnten, also eine stattdessen im Standort Milte, wäre zumindest für vier Jahre ein jetzt noch gebrauchter Raum für andere Zwecke frei. In Hoetmar gebe es eine vergleichbare Situation.

Vergleichbare Situation in Hoetmar

Mechtildis Wissmann widersprach der Idee, Grundschüler aus Einen und Milte gemeinsam beschulen zu wollen. „Ein Raum zusätzlich reicht offenbar nicht aus“, schlug sie sich auf die Seite von Andrea Schulz. Stephan Ohlmeier (CDU) regte die Aufstellung eines Raumprogramms auch für die nächsten Jahre für alle Grundschule an, um besser entscheiden zu können.

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