WN-Umfrage bei Fachbetrieben
E-Scooter: Händler noch zurückhaltend

warendorf -

Im Interesse stehen die elektrischen Flitzer schon länger. Was sagen denn die Betriebe, in denen Kunden ihre E-Roller kaufen und warten lassen könnten? Wir fragten mal nach.

Freitag, 14.06.2019, 20:30 Uhr
Sie werden bald zum Straßenbild gehören. Im Moment sind aber die Fachhändler noch etwas zurückhaltend, was Scooter im eigenen Angebot betrifft. Foto: dpa

Seit dem Frühjahr erobern die sogenannten „E-Scooter“ die Straßen. Derzeit besitzen sie jedoch noch keine Zulassung dafür.

Jetzt hat der Bundesrat grünes Licht gegeben. Die Länderkammer stimmte grundsätzlich der vorgeschlagenen Verordnung des Bundesverkehrsministeriums zu, aber nur, wenn einige Änderungen eingeführt werden. Im Sommer soll die Straßenzulassung erfolgen.

Anders als in der ursprünglichen Planungen vorgesehen, darf der Scooter erst ab 14 Jahren gefahren werden. Die Gehwege sind absolute Tabu-Zonen. Von der geforderten Helmpflicht wurde Abstand genommen und auch der Vorschlag, dass mindestens ein Moped-Führerschein notwendig sein sollte, wurde abgelehnt. Die Tretroller unterliegen allerdings der Versicherungspflicht.

Noch gibt es keine etablierten Hersteller

Die potenziellen Verkäufer in Warendorf sind nicht alle überzeugt. „Wir werden die E-Scooter vorerst nicht ins Programm nehmen. Die rechtliche Grundlage ist mir einfach zu unsicher“, erklärte Roland Schmidt von „Zweirad Schmidt“ in Freckenhorst. Mit dieser Meinung steht er nicht alleine da. Karsten Marczinzik von „Bike-Milte“ hatte bereits mehrere Kaufinteressenten, möchte sich vorerst aber weiter auf E-Bikes konzentrieren. „Es gibt noch keine etablierten Hersteller. Vielleicht steigen wir in das Geschäft ein, wenn es die E-Scooter bereits einige Jahre gibt. Derzeit sind wir mit den Bikes definitiv genug beschäftigt.“

Derzeit sind wir mit den Bikes definitiv genug beschäftigt.

Karsten Marczinzik von „Bike-Milte“

Die Sorgen sind nicht unbegründet. Es gibt immer wieder Meldungen über Verletzte nach E-Scooter-Unfällen. Trotz einiger Bedenken sieht Lutz Dahlhues von „Zweirad Dahlhues“ aber auch großes Potenzial für die neuen Gefährten. „Wir werden E-Scooter auf jeden Fall ins Sortiment nehmen. Zurzeit sind wir noch in der Findungsphase und suchen einen vernünftigen Hersteller“. Denn auch bei ihm gilt: Sicherheit ist das A und O. Deshalb sollen vor dem Kauf Probefahrten möglich sein.

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