Nilspiele in Hoetmar
Dritter Sieg in Folge für den Norden

Hoetmar -

Sport, Spiel und eine intakte Dorfgemeinschaft – die traditionsreichen Nilspiele des SC Hoetmar haben am Pfingstwochenende wieder eine Menge zu bieten gehabt. Im Mittelpunkt stand der sportliche Vergleich zwischen den durch den Nil – sonst der Wieninger Bach – getrennten Dorfhälften, den der Norden mit einem 8:6 bereits zum dritten Mal in Folge für sich entschied.

Dienstag, 11.06.2019, 06:00 Uhr
Nord-Kapitän Louis Kortenjann stemmt nach dem 7:3 Erfolg im Jugend-Nilspiel den Pokal in die Höhe. Foto: Stephan Ohlmeier

Der Süden wähnte sich nach den Spielen im Volleyball (3:1), Tennis und Tischtennis (jeweils 1:1) bereits auf der Siegerstraße, ehe der Norden in allen fünf Jugendfußballspielen als Sieger vom Platz ging. Einzig im prestigeträchtigen Senioren-Nilspiel durften die Kicker aus dem Süden über einen 8:7 Erfolg nach Elfmeterschießen jubeln.

Eröffnet wurden die Nilspiele am Freitag mit dem Aufstellen des Grenzschildes und dem anschließenden Entenrennen auf dem Nil. Zahlreiche Kinder eroberten das Gelände zwischen Grundschule und Kindergarten und feuerten die Entchen an. Abends trafen sich die SC-Legenden zum gemütlichen Beisammensein und genossen die ausgelassene Stimmung beim Biwak.

Eine Neuauflage fand am Samstag das Beachvolleyball-Turnier, an dem 15 Teams teilnahmen. Am Ende durften die Jungs von „Ajax Hackenstramm“ den Siegerpokal in die Höhe stemmen, Zweiter wurde „Vorhang auf“. Beim Nillauf über fünf Kilometer sowie der Mountainbike- und Rennradtour rund um Hoetmar standen weniger der Wettkampfgedanke, sondern der Sport in der Gemeinschaft im Vordergrund.

Zwischen den Programmpunkten zeigten die Mädchen-Tanzgruppen der Breitensportabteilung am Wochenende ihre neuen Tänze. Für die Mädchen gehören die Auftritte bei den Nilspielen neben Karneval zu den Highlights im Jahr und so freuten sie sich natürlich über laute Zugabe-Rufe. In der Halbzeitpause des Senioren-Nilspiels tanzten die Gruppen sogar gemeinsam. „Ich bin schlichtweg begeistert“, sagte Uwe Hesse als Vorsitzender des SC.

Letzteres galt auch für den Hoffnungslauf, der am Sonntagmittag nach dem großen Nilfrühstück stattfand. Um Spenden für eine Berufsschule in Sumbawanga in Tansania – dort absolviert die Hoetmarerin Hannah Tertilt zurzeit einen Freiwilligendienst – zu sammeln, rannten über 30 Teilnehmer zahlreiche Runden um den Sportplatz. „Hier ist richtig Geld zusammenbekommen. Die 1000 Euro-Grenze haben wir auf jeden Fall überschritten“, freute sich Uwe Hesse.

Ein herzliches Dankeschön sprach der SC-Vorsitzende allen Ehrenamtlichen aus, die zum Gelingen der Nilspiele beigetragen habe: Besonders stolz bin ich, dass wir es wieder einmal geschafft haben, die ganze Veranstaltung komplett in Eigenregie durchzuführen.“ Auch die Partys im Festzelt seien sehr gut angenommen worden und hätten Spaß gemacht. Mit der Familienradtour rund um Hoetmar am Pfingstmontag klangen die Nilspiele aus.

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