Einschnitte bei Schuhpark durch neuen Investor
Aus für Verwaltung und Logistik

Warendorf -

Der neue Investor, die Kienast-Gruppe, konzentriert sich auf seinen Hauptstandort in Wedemark in der Nähe von Hannover. „Zwei Verwaltungsstandorte wird es nicht geben“, bedauert Geschäftsführer Peter-Phillip Kienast die Entwicklung am Standort Warendorf. Mit Stichtag 30. Juni 2020 wird die Verwaltung und die Logistik der Schuhpark-Fascies GmbH am Gerbauletweg in Warendorf geschlossen. Betroffen sind laut Kommunikationssprecher Thomas Feldmann 116 Mitarbeiter im Zentrallager sowie der Logistik und 33 in der Verwaltung.

Mittwoch, 22.05.2019, 04:00 Uhr
Mit Stichtag 30. Juni 2020 wird die Verwaltung und die Logistik der Schuhpark-Fascies BmbH am Gerbauletweg geschlossen. Der neue Investor, die Kienast-Gruppe, konzentriert sich auf seinen Hauptstandort in Wedemark in der Nähe von Hannover. Foto: Joachim Edler

Mit Stichtag 30. Juni 2020 wird die Verwaltung und die Logistik der Schuhpark-Fascies GmbH am Gerbauletweg in Warendorf geschlossen. Betroffen sind laut Kommunikationssprecher Thomas Feldmann 116 Mitarbeiter im Zentrallager sowie der Logistik und 33 in der Verwaltung, darunter der Sohn des Noch-Geschäftsführers Bernhard Facies und sein Schwiegersohn. Bernhard Fascies soll in beratender Funktion im Unternehmen bleiben.

Der neue Investor, die Kienast-Gruppe, konzentriert sich auf seinen Hauptstandort in Wedemark in der Nähe von Hannover. „Zwei Verwaltungsstandorte wird es nicht geben“, bedauert Geschäftsführer Peter-Phillip Kienast die Entwicklung am Standort Warendorf.

Das Aus kommt auch für die Logistik hier. Das Lager wird geschlossen. Die Warenströme werden ebenfalls am Hauptsitz in Wedemarkt gebündelt. „Das habe ich den Mitarbeitern bei meinem ersten Besuch in Warendorf auch offen kommuniziert. Eine doppelte Verwaltungsstruktur wird es nicht geben. Das gehört zum Sanierungskonzept.“ „Null Diskussion“ dagegen, so Kienast, gebe es über die Fortführung der zwei Schuhfilialen in Warendorf. Beide, sowohl in der Innenstadt als auch im Gewerbegebiet, stünden nicht zur Disposition.

Wie berichtet, übernimmt die Kienast-Gruppe, die selber rund 400 Filialgeschäfte in Deutschland betreibt, knapp 70 Schuhpark-Filialen, darunter auch die zwei örtlichen. „Durch die Schließung des Schuhlagers in Warendorf und die Bündelung der Warenströme am Hauptsitz werden wir Mitarbeiter am Standort Wedemark einstellen müssen.“ Von dort werde die angelieferte Ware, unter anderem aus Asien, auf das Filialnetz in Deutschland verteilt. Den Warendorfer Mitarbeitern aus der Logistik sei es freigestellt, nach Wedemark zu wechseln. „Das Angebot steht“, so Kienast, aufgrund der großen Entfernung sei es für jemanden, der Familie in Warendorf habe, natürlich schwierig. Gespräche mit Mitarbeitern habe es aber bereits gegeben. „Wer flexibel ist, dem können wir auch einen Job anbieten.“

Die Sanierung von Schuhpark steht mit Eintritt der Kienast Holding GmbH & Co. KG kurz vor dem Abschluss. Peter-Phillip Kienast rechnet damit, dass das Gericht – unter Berücksichtigung der üblichen Fristen – das Insolvenzverfahren im Juni aufhebt.

Die Schuhpark Fascies GmbH hatte am 4. April beim Amtsgericht in Münster einen Insolvenzplan eingereicht, der den Erhalt des Unternehmens nach Durchführung der Sanierungsschritte und auch den Einstieg eines Investors vorsieht. Im Zuge der Restrukturierung werden 18 Filialen in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein mit Auslaufen der Mietverträge, spätestens Mitte des Jahres 2019, geschlossen. 150 Mitarbeitern war mit dem Insolvenzplan betriebsbedingt gekündigt worden.

Die Kienast Unternehmensgruppe gehört mit rund 400 Filialgeschäften und 2200 Mitarbeitern zu den fünf führenden Schuhfilialisten Deutschlands. Das Familienunternehmen blickt auf eine über 60-jährige Erfolgsgeschichte zurück und verkauft nach eigenen Angaben acht Millionen Paar Schuhe im Jahr. „Schuhpark ist ein starkes Konzept mit einem hervorragenden Ruf, das gut am Markt positioniert ist und perfekt in die Kienast-Gruppe passt“, so Geschäftsführer Peter-Phillip Kienast, „Wir sind ähnliche Unternehmen, beide familiengeführt, wir denken ähnlich, deshalb passen wir gut zusammen.“

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