Brand in Sauna und Schwimmbad
Warn-App "Nina" warnt Warendorfer vor enormer Rauchwolke

Einen -

Auf rund 100.000 Euro schätzt die Polizei den Schaden, der am Montagmorgen beim Brand des Sauna- und Schwimmbadbereiches eines Einfamilienhauses am Barkskamp in Einen entstanden ist. Die Löscharbeiten gestalteten sich für die Feuerwehr schwierig.

Montag, 15.10.2018, 12:16 Uhr aktualisiert: 15.10.2018, 13:09 Uhr
Dichter Rauch stand am Montagmorgen über dem Einfamilienhaus im Barkskamp und über Einen. Foto: Niels Peter Wissmann

Schwärzer hätte die Woche für die Bewohner eines Einfamilienhauses im Barkskamp in Einen nicht beginnen können. Ein Feuer zerstörte am Morgen den Schwimmbad- und Saunabereich, der sich in einem Anbau befand. Eine 26-jährige Hausbewohnerin hatte Rauchgeruch wahrgenommen und bei der Ursachenforschung eine starke Rauchentwicklung aus dem Sauna- und Schwimmbadbereich des Hauses festgestellt. Sie weckte daraufhin die im Haus noch schlafenden weiteren Bewohner, die das Gebäude alle verließen. Dann alarmierte die 26-Jährige die Feuerwehr.

Enorme Rauchwolke

Als die Löschzüge 5 aus Milte und 6 aus Einen sowie die Drehleiter aus Warendorf kurz nach der Erstalarmierung um 6.53 Uhr eintrafen, lag über Einen bereits eine enorme Rauchwolke, die Richtung Müssingen zog. Vorsorglich, so Einsatzleiter Helmut Pöhling, sei daraufhin die Bevölkerung über die Warn-App "Nina" und Radio WAF aufgefordert worden, Türen und Fenster zu schließen.

Auch in der Küche des an einem kleinen Hang liegenden, sehr verwinkelten Wohnhauses, das nur über die Terrasse erreichbar war, stand bei Eintreffen der Feuerwehrlöschzüge bereits dichter Rauch. Aus dem Dach des Anbaus, in dem sich eine Sauna und ein Schwimmbad befanden, schlugen Flammen. Aufgrund der engen und verwinkelten Bauweise gestalteten sich die Löscharbeiten schwierig.

Gefährliche Löscharbeiten

Während der Löschzug Milte den Außenangriff mit C-Stahlrohren startete, wagten sich zwei Trupps unter Atemschutz in den total verrauchten Schwimmbadbereich. Ein gefährliches Unterfangen, wie Pöhling berichtet.

Das zwei Meter tiefe Schwimmbecken sei nicht mehr mit Wasser gefüllt worden – eine zusätzliche Gefahr für die Feuerwehrleute, die sich durch den dichten Rauch in den Saunabereich vorkämpften, um dort zu löschen. Die Dachhaut des Anbaus musste schließlich entfernt werden, um dann von oben die Flammen löschen zu können.

Kripo soll nun ermitteln

Gegen 8.30 Uhr hatten die etwa 75 Einsatzkräfte das Feuer unter Kontrolle. Um neun Uhr wurde die Einsatzstelle der Polizei übergeben, die den Brandort absperrte und den Sachschaden nach einer erste Schätzung auf etwa 100.000 Euro beziffert. Die Kripo soll nun die Brandursache ermitteln.

„Heute um 12 Uhr“, kündigte Einsatzleiter Helmut Pöhling an, „wird es noch eine Brandnachschau vor Ort geben. Das Augenmerk wird dabei möglichen Glutnestern gelten.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6124143?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F35766%2F
Wiedersehensfreude in Albachten
Große Wiedersehensfreude in Albachten: Mama Honorata und Christian Schlichter von den Maltesern mit Agata. Dem polnischen Mädchen geht es dank der Operation in Münster erheblich besser.
Nachrichten-Ticker