Unterstützung für das „Mr. Ed‘s“
Über 1000 Unterschriften in 100 Stunden

Warendorf -

Es hat nicht lange gedauert: Innerhalb weniger Tage war eine vierstellige Zahl an Unterschriften für den Erhalt der Musikkneipe an der Emsstraße gesammelt. Sie haben symbolischen Wert, sollen aber als Signal verstanden werden.

Dienstag, 20.02.2018, 19:00 Uhr aktualisiert: 20.02.2018, 21:15 Uhr
Mehr als 1000 Unterschriften  in nur 100 Stunden hat DubiWa für längere Öffnungszeiten der Musikkneipe „Mr. Ed‘s“ gesammelt. Die Listen überreichte Vorstandsmitglied Christian Havelt (l.) jetzt an Bürgermeister Axel Linke. Foto: Michèle Waßmann

„Spendiert den Klägern Ohropax “ ist nur einer von hunderten Kommentaren auf der Facebook-Seite DubiWa. Dort ist die Unterstützung für längere Öffnungszeiten der beliebten Musikkneipe „Mr. Ed‘s“ riesig. Dienstag stellte DubiWa-Vorstandsmitglied Christian Havelt allerdings gleich zu Beginn des Treffens im Bürgermeisterbüro klar: „Unser Verein ist nicht identisch mit der gleichnamigen Facebook-Seite“.

Havelt hatte stattliche 1043 Unterschriften „Pro Mr. Ed‘s“ im Gepäck. Gesammelt in nur 100 Stunden zwischen Altweiber um 16 Uhr und Rosenmontag. „Zwei Unterschriften mussten wir streichen, da Mario Götze und Marco Reus unterschrieben haben“, erklärte Havelt schmunzelnd. Auch dass die Liste keinerlei Rechtswirksamkeit habe, räumte er unumwunden ein. Aber ein starkes Signal im Kampf für eine lebendige Stadt sei es allemal.

Genau 1043 „Pro“-Voten

Das sah auch Bürgermeister Axel Linke so, der das Engagement der Unterschriftensammler ausdrücklich lobte. Auch ihm liege viel an einer lebendigen Innenstadt und dazu gehöre die tolle Warendorfer Kneipenlandschaft, um die er in vielen anderen Orten beneidet werde. Zum Thema Baugenehmigung und damit längeren Öffnungszeiten für die Musikkneipe an der Emsstraße wollte der Bürgermeister nichts sagen. Es bleibe nur, abzuwarten.

Havelt macht sich nicht nur Sorgen um das „Mr. Ed‘s“. Er befürchtet ein Innenstadtsterben und das Aus für die Kneipen darin, wenn der Kläger den Rechtsstreit gewinnt. Zum einen würden die Gäste dann in andere Lokale ziehen, vor deren Türen es dann auch zu laut werden könnte. Zum anderen würden weitere Anwohner Mut schöpfen und überhaupt erst mal gegen Lärmbelästigungen im Umfeld von Kneipen klagen.

Die Urteilsverkündung in dem Rechtsstreit soll am 27. Februar um 15 Uhr im Landgericht in Münster erfolgen.

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