Nikolausempfang auf dem Stiftsmarkt
Von Bischofsstäben und Gedichten

Freckenhorst -

Perfekte Wetterbedingungen, erwartungsvolle Kinderaugen und ein Nikolaus in Höchstform: Am Freitag auf dem Stiftsmarkt fehlten zum Auftakt des traditionellen Nikolausabends nur noch ein paar malerische Schneeflocken, um die vorweihnachtliche Idylle perfekt zu machen.

Freitag, 05.12.2014, 19:12 Uhr

Auch Petrus spielte mit: Hatte der Sturm die Nikolausfans im vergangenen Jahr noch in die Kirche getrieben, so waren die Wetterbedingungen in diesem Jahr ideal.
Auch Petrus spielte mit: Hatte der Sturm die Nikolausfans im vergangenen Jahr noch in die Kirche getrieben, so waren die Wetterbedingungen in diesem Jahr ideal. Foto: Hartmeyer

Den ersten Tadel handelte sich der Bürgermeister persönlich ein: „Mein Bischofsstab ist doch nicht zum Ausruhen da!“, scherzte der Nikolaus angesichts der legeren Haltung, die sein städtischer Helfer auf der Treppe vor der Böselagerischen Kurie an den Tag gelegt hatte. Jochen Walter gelobte Besserung und hoffte, dass es den Kindern bei ihren „Hausbesuchen“ anschließend besser ergehen möge: „Ich wünsche Euch, dass ihr nur gute Dinge zu hören bekommt.“

Der Auftakt war schon einmal vielversprechend: Perfekte Wetterbedingungen , erwartungsvolle Kinderaugen und ein Nikolaus (Dekan Thomas Pues mit seinem Obermuff Rainer Poppenburg als Ruprecht) in Höchstform: Es fehlten nur noch ein paar malerische Schneeflocken, um die vorweihnachtliche Idylle perfekt zu machen. Schließlich erwartete das Nikolaus-Collegium diesmal auch ganz besondere Gäste: Ein Fernsehteam des ZDF war vor Ort, um Material für einen Beitrag über die Traditionsveranstaltung in der Stiftsstadt im Länderspiegel am heutigen Samstag um 17.05 Uhr zu sammeln.

Nach dem offiziellen Teil mit musikalischer Untermalung durch den Berittenen Fanfarenzug ging der Nikolauszauber bei den Kindern zu Hause weiter: 33 Nikolause und mit ihnen genau so viele Ruprechte machten sich auf den Weg, um rund 550 Kinder zu besuchen. „Ich weiß genau, was jetzt in euren kleinen Bäuchen vorgeht“, hatte die stellvertretende Bürgermeisterin Doris Kaiser den Kindern zuvor Mut gemacht und ergänzt: „Spätestens, wenn ihr eure Tüten bekommt und den Duft von Mandarinen und Schokolade riecht, dann wisst ihr: In Freckenhorst war wieder Nikolaustag!“

Und so manch‘ einer brauchte auch gar keine Ermutigung: „Lieber guter Nikolaus“, eröffnete die kleine Lea ganz angstfrei die Reihe der Kinder, die sich trauten, am Mikrofon ein Gedicht aufzusagen. Am Ende war dann aber doch wieder der Bürgermeister gefragt: „Die Mädchen und die Buben . . .“, hatte ein Junge hoffnungsvoll gestartet – und dann den Faden verloren. „Wie geht‘s weiter, Herr Bürgermeister?“, wollte der Nikolaus wissen. Bevor es den nächsten Tadel gab, hier die Auflösung: „Hört doch in den Stuben die Mädchen und die Buben: Niklaus, Ni­klaus, komm‘ in unser Haus!“ So ließ der Nikolaus sich nicht lange bitten und startete seine Runde in der bereit stehenden Kutsche.

Seinen Abschluss fand der Tag bei der abendlichen Zusammenkunft, bei der die ehrenamtlichen Helfer nicht nur ihre Erfahrungen austauschten, sondern auch Ehrungen und Beförderungen auf dem Programm standen.

 

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