Ferienkurs für zugewanderte Kinder und Jugendliche in Telgte
Über Berufe die Sprache fördern

Telgte -

Im Schulzentrum ist ein weiterer sechstägiger Feriensprachkurs für zugewanderte Kinder und Jugendliche zu Ende gegangen. Drei Mal im Jahr gibt es dieses Angebot. In diesen Osterferien standen „Berufe“ im Mittelpunkt. Einige Teilnehmer waren bereits mehrmals dabei.

Freitag, 26.04.2019, 20:00 Uhr
Erfolgreicher Abschluss eines weiteren Ferien-Sprachkurses: Dr. Durdu Legler, die stellvertretende Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums, hier zusammen mit der städtischen Fachbereichsleiterin Tanja Schnur, der Sozialarbeiterin Tatjana Fot, den fünf Kursleitern sowie den Schülern mit den Ergebnissen. Foto: Pohlkamp

Sie kamen aus dem Ausland, fanden in Telgte ihre neue Heimat, gehen in der Emsstadt zur Schule und sprechen inzwischen relativ ordentlich Deutsch: dank des erfolgreichen Sprachförderprojektes nach dem Modell „Mercator“. Jetzt ging im Schulzentrum ein weiterer sechstägiger Feriensprachkurs, der von der Westfälischen Wilhelms-Universität , dem Kommunalen Integrationszentrum Warendorf und der Stadt Telgte veranstaltet wurde, zu Ende.

„Drei mal im Jahr, seit 2015, gibt es dieses Angebot: in den Oster-, Sommer- und Herbstferien“, freut sich Dr. Durdu Legler, die stellvertretende Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums. Zusammen mit der städtischen Fachbereichsleiterin Tanja Schnur und der Sozialarbeiterin Tatjana Fot erlebten sie den Abschluss des Osterferien-Sprachkurses.

Viele der Teilnehmer sind zum wiederholten Male dabei. Etwa Yara, die sich immer wieder für den Kurs anmeldet, weil es so viel Spaß macht und ihr Deutsch dadurch immer besser wird. Einige – wie der siebenjährige Lorenz – sind aber auch zum ersten Mal dabei. Und alle fühlten, wie leicht es ist, auf spielerische Art die Sprache Deutsch zu verstehen und sprechen zu lernen.

Mit einem kleinen Fest endete nun ein weiterer erfolgreicher Sprachkurs. Dabei präsentierten die Schüler zusammen mit ihren angehenden Lehrern Katharina Duhme, Eva Brandes, Lisa Dömer, Luisa Meng und Marcus Meyer die Ergebnisse ihrer gemeinsamen Zeit. Für die Studierenden, die von Anfang an die Telgter Feriensprachkurse vorbereiten und begleiten, ist der Unterricht in Kleingruppen eine glänzende Möglichkeit, frühzeitig berufliche Erfahrungen zu sammeln.

Die Studierenden hatten für diesen Osterferien-Sprachkurs das Thema „Berufe“ gewählt. So kam ein Tischler und stellte sein Tischlerhandwerk vor, ein Polizist erschien und präsentierte seinen Beruf und schließlich die Krankenschwester, die ihren Beruf beschrieb. Danach nutzten die Studenten gemeinsam mit den Schülern die Zeit, das Erlebte in Wort und Bild umzusetzen. Schnell konnten sie die Begeisterung bei den Schülern wecken. Die Bereitschaft war zu spüren, dass alle möglichst viel lernen wollten. „Das hat wieder richtig Spaß gemacht“, waren sich die „Lehrer“ einig. Auch weil alles so praktisch, abwechslungsreich und sehr realistisch vorgestellt und spielerisch in Szene gesetzt wurde. So konnten die Schüler ihren Wortschatz erweitern und damit ihre Kompetenzen in der Zweitsprache Deutsch erweitern.

Nachdem die Berufe vorgestellt waren, gestalteten die Schüler in Kleingruppen Plakate, erarbeiteten die Vorteile der Berufe, schrieben sie auf, hielten Referate, führten Rollenspiele durch und informierten sich gegenseitig über das Gelernte. Und die älteren Schüler konnten einen weiteren Nutzen aus diesem Kurs für sich ziehen: Sie lernten Berufe kennen und waren mehrheitlich auch von einem besonders begeistert: Krankenschwester wollten an diesem Tag fast alle werden.

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